Aquafitness-ABC
Aqua-Balancing: Kann auch als "esoterische" Art der
Körperarbeit im Wasser bezeichnet werden, wo Elemente aus sanften Dehn-
und Streckübungen, Massagen und Gelenkmobilisation, Energie und Atemarbeit
über und unter Wasser zu einer Einheit verbunden werden. Ziel: Die
Übungen sollen zu absoluter Ruhe, tiefer Entspannung, Geborgenheit, Freude
und Leichtigkeit führen. Wichtig bei diesen Entspannungsübungen ist
eine angepasste Wassertemperatur von über 30 Grad Celsius, um das
Auskühlen des Körpers zu verhindern.
Aqua-Ball: Ist die Breitensportvariante der
Wettkampfsportart Wasserball. Gespielt wird in zwei Mannschaften à vier
Spielern auf einem circa zwölf mal acht Meter großen Feld. Wichtig
dabei: Das Wasser sollte nicht tiefer als rund 1,30 Meter sein. Das
ermöglicht den Spielern jederzeit zu stehen und den Ball besser zu
kontrollieren.
Aqua-Boxing: Analog des Trends in Studios,
Fitness-Übungen mit Bewegungen aus bestimmten Kampfsportarten zu
kombinieren, gibt es auch im Wasser ein Aqua-Boxing- oder Aquadrill-Angebot. Es
ist ein komplexes, intensives Ganzkörpertraining, mit dem insbesondere das
Kraftausdauervermögen gesteigert werden soll. Die Übungen wie
verschiedene Elemente aus dem Boxen oder dem Thai-Boxen aber auch
Schrittkombinationen aus dem Aqua-Jogging können sowohl im stehtiefen
Wasser als auch im Tiefwasser durchgeführt werden.
Aqua-Dancing: Bewegung zu Musik im Wasser. Das wirkt
motivierender als einfache Geh- oder Laufprogramme. Deshalb nutzt wohl auch
jeder Animateur in Clubhotels diese Möglichkeit in seinem Programm. Der
Übergang von Aqua-Dancing zu Aqua-Robic ist dabei fließend.
Gekennzeichnet wird die rhythmische Bewegung im Wasser immer durch die
Auswirkung des im Vergleich zu Aerobic- und Tanzübungen an Land
erhöhten Widerstands: So fallen die Bewegungsamplituden deutlich geringer
aus, werden eher nur einzelne Gelenke mit rhythmischen Bewegungen trainiert.
Geschult wird durch die Bewegung im sonst ungewohnten Element Wasser vor allem
die Koordination, aber auch Kraft und Ausdauer werden bei entsprechender
Intensität positiv beeinflusst.
Aqua-Fatburning: Im Prinzip ist jedes
Bewegungsangebot im Wasser ein besonderes "Fatburning"- also
Fettverbrennungs-Programm. Denn dank der hohen Wärmeleitfähigkeit des
Wassers wird der gesamte Stoffwechsel beim Aufenthalt im Wasser enorm angeregt
- der Energieverbrauch steigt daher im Vergleich zu den gleichen
Aktivitäten an Land um einiges an. Ein von entsprechend ausgebildeten
Instruktoren geleitetes Training, in dem für die Übungen auch noch
die richtigen Intensitäten vorgegeben und überprüft werden, kann
den gewünschten Effekt noch zusätzlich unterstützen.
Aqua-Jogging: Das Kernstück des
Ausdauertrainings im Wasser in Sachen Aquafitness ist abgesehen vom
eigentlichen Schwimmen selber das Aqua-Jogging oder Aqua-Running. Im Prinzip
sind zwei Formen des Laufens im Wasser zu unterscheiden: Das "Suspended Deep
Water Running" im Tiefwasser, bei dem kein Bodenkontakt entsteht und man
sich dank Auftriebshilfen wie der "Wet Vest", des "Aquajoggers" oder eines
"Aqua Fitness Belts" über Wasser hält. Ursprünglich wurde nur
diese Form des Laufens in den USA als Aqua-Jogging bezeichnet, das Laufen in
hüfttiefem Wasser hingegen als Aqua-Running. In der deutschensprachigen
Literatur wird dieser Unterschied im allgemeinen jedoch nicht gemacht.
Aqua-Power: Oberbegriff für
Kraftausdauerprogramme im Wasser. Unterstützt wird die Arbeit generell
durch den Wasserwiderstand, der für erhöhten Energieverbrauch sorgt.
Um die Intensität zu steigern können auch noch speziell für den
Gebrauch im Wasser entwickelte Hanteln eingesetzt werden, oder
Spezial-Handschuhe ("Aqua-Mitts"), mit denen sich der Wasserwiderstand ganz
individuell noch weiter erhöhen lässt.
Aqua-Relaxing: Oberbegriff für die
verschiedensten Entspannungsmöglichkeiten im Wasser. Gearbeitet werden
kann an der oder unter der Wasseroberfläche, mit oder ohne Partner
beziehungsweise "Gerät". Auch hier ist je nach Dauer der
Entspannungseinheit auf eine ausreichend hohe Wassertemperatur zu achten, da
der Körper sonst schnell auskühlt.
Aqua-Robic: Die verschiedensten Elemente aus dem
Aerobic-Training an Land werden ins Wasser übertragen. Ziel ist die
Verbesserung der Ausdauer, dazu werden verschiedene Bewegungen wiederholt mit
mittlerer bis schneller Bewegungsgeschwindigkeit gegen den Wasserwiderstand
ausgeführt, wobei häufig auch die "Aqua-Mitts" (Handschuhe) zur
Steigerung der Intensität eingesetzt werden können. Hauptunterschied
zum Aqua- oder Hydro-Power ist die höhere Bewegungsgeschwindigkeit und
größere Wiederholungsanzahl.
Aqua-Step: Bereits an Land ist Step-Aerobic ein super
Training. Doch dabei kann die Belastung der Gelenke doch recht erheblich sein.
Im Wasser, wo das Körpergewicht, das auf die Gelenke wirkt, durch den
Auftrieb des Wasser verringert wird, werden die Bänder und Gelenke
deutlich entlastet. Um diesen Effekt wirklich nutzen zu können, sollte in
hüft- bis brusttiefem Wasser geübt werden. Neben der positiven
Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und der Kräftigung insbesondere der
unteren Extremitäten stellt Step-Training im ungewohnten Element Wasser
auch Anforderungen an das Koordinationsvermögen. Als Hilfsmittel wird wie
an Land ein Stepper eingesetzt, der auf dem Beckenboden aufgestellt wird.
Aqua-Stretching: Oberbegriff für alle Dehn- und
Stretchingformen im Wasser. Dabei wird versucht, die besonderen Eigenschaften
des Wassers wie etwa den Auftrieb, für die Übungen auszunutzen.
Aqua-Walking: Im deutschen Sprachraum als Begriff
für Geh- und Laufbewegungen im stehtiefen Wasser mit Bodenkontakt
verwendet (vgl. Aqua-Jogging). Es eignet sich hervorragend sowohl für
Neueinsteiger als auch ältere Menschen, Kräftige und
Übergewichtige, aber auch in der Rehabilitation nach Verletzungen am
Stützapparat oder als Bewegungsangebot im präventiven
Breitensport.
Wassergymnastik, funktionelle: Ziel ist vor allem die
Verbesserung der Beweglichkeit. Traditionell werden dabei oft kreisende und
schwingende Bewegungen eingesetzt, durch die sich das Bewegungsausmaß und
die Funktion der Gelenke verbessern soll.
Wassergymnastik, konditionelle: Im Gegensatz zur
funktionellen dient die konditionelle Wassergymnastik vor allem der
Verbesserung von Kraft und Ausdauer. Dabei werden sowohl die speziellen
Eigenschaften des Wasser wie Auftrieb, Widerstand sowie Sog- und
Strudelwirkungen ausgenutzt als auch Hilfsgeräte wie Bretter, Bälle
und Ringe benutzt. Im Prinzip war die konditionelle Wassergymnastik der
Ausgangspunkt des Aqua-Booms in Deutschland, die klassischen Inhalte werden
heute nur mit anderen Namen aus dem angloamerikanischen Sprachraum besetzt.
Denn das klingt dann zeitgemäßer - und lässt sich auch leichter
verkaufen.
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