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Wenn Fußball-Göttinnen denken… werden sie Weltmeister!

Interview mit Nadine Angerer, der besten „Spielerin des WM-Turniers“


Nadine Angerer ist die Torfrau, die den Weltmeistertitel festhält! Beim Stand von 1:0 für Deutschland hält sie einen Strafstoß, weil sie denkt, was ihre Gegnerin Marta denkt: rechts unten!

Shanghai.
Nadine Angerer ist die deutsche WM-Heldin 2007. Während des gesamten Turniers hielt sie ihren Kasten sauber, was zuvor weder einer Torfrau, noch einem Torwart bei den Männern gelang. Die Krone setzte sich die 28 Jahre alte Keeprin von Turbine Potsdam auf, als sie im Endspiel beim Stand von 1:0 auch noch einen Elfmeter der basilianischen Weltfußballerin Marta parierte.

fitness.com: Frau Angerer, hatten Sie vor dem Elfmeter Angst um den so nahen WM-Titel?

Nadine Angerer: Warum sollte ich Angst haben. Der Pfiff kam, und ich wusste irgendwie genau, dass ich einfach nach rechts springen muss. Dann hat Marta dahin geschossen, und ich habe das Ding gehalten.

fitness.com: Wieso wussten Sie das?

Nadine Angerer: Marta hatte gegen Australien in die andere Ecke geschossen. Da dachte ich mir, dass sie denkt, dass ich denke, dass sie dort wieder hin schießt. Deshalb habe ich mich nach rechts geworfen.

fitness.com: Gratulation für diese denkerische Leistung! Wissen Sie, dass Sie jetzt wahrscheinlich in den kommenden Tagen die Nachfolgerin von Nia Künzer als Vorzeigefußballerin werden?

Nadine Angerer: Das ist mir jetzt total egal. Ich freue mich einfach über den Erfolg dieser tollen Mannschaft.

fitness.com: Sind Sie wenigstens stolz auf die Auszeichnung zur Spielerin des Turniers?

Nadine Angerer: Das ist ein Diplom, das ich bei meiner Mutter in die Küche hänge. Mehr nicht. Vielleicht ist es aber auch ein bisschen Anerkennung dafür, dass ich meine Nominierung für die Nummer Eins gerechtfertigt habe.

fitness.com: Haben Sie Mitleid mit den Brasilianerinnen, die nur wegen Ihren Glanzparaden nicht Weltmeister sind?

Nadine Angerer: Mitleid wäre übertrieben, da könnte ich meinen Job im Tor ja nicht erledigen. Aber natürlich tun die mir etwas leid, weil die supergut gespielt haben. Wir haben aber entsprechend dagegen gehalten und aufopferungsvoll gekämpft. Deshalb sind wir verdient Weltmeister.

fitness.com: Wann haben Sie im Turnierverlauf dran geglaubt, dass es mit der Weltmeisterschaft klappen kann?

Nadine Angerer: Ich war immer überzeugt, weil wir in der Vorbereitung ein tolles Team wurden.

Das Interview führte fitness.com Korrespondent Daniel Meuren direkt nach dem Schlusspfiff.

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