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Tagebuch aus dem Trainingslager: Der erste Tag

Leichte Startschwierigkeiten und das liegt nicht am falschen Schuhwerk!


Wir starten Richtung Sauerland, um dort ein Freundschaftsspiel gegen den Regionalligisten Siegen abzuhalten. In strömenden Regen ziehen wir ein sehr überlegenes Spiel auf, kommen aber über ein mageres 4: 0 nicht hinüber. Mager, weil man von einer Frauen-Bundesliga Mannschaft mehr erwartet.

Doch nicht nur wir als Mannschaft haben leichte Startschwierigkeiten bei unserer Reise ins Trainingslager. Der Motor des Reisebusses springt nicht mehr an. Also müssen wir schieben. Man stelle sich vor: 20 junge Frauen schieben einen Bus durch einen kleinen Ort im Sauerland. Verrückt, aber es funktioniert und der Motor springt wieder an und wir können unsere Reise über viele, kurvige Landstraßen fortsetzen.

Gegen 21 Uhr erreichen wir Waldbreitbach. Ein kleiner, beschaulicher Ort nahe Koblenz. Hier wollen wir uns eine Woche nur auf Fußball und Training konzentrieren. Doch es sind nicht genügend Zimmer vorhanden. Eine Kindergruppe hat sich für den morgigen Montag angekündigt, sodass sechs Spielerinnen von uns außerhalb in einem anderen Haus untergebracht werden müssen. Sechs weiteren kann erst einmal nur für eine Nacht ein Zimmer bereitgestellt werden. Alles weitere kann die Rezeption erst am nächsten Tag klären. Nach der anstrengenden Fahrt genügt uns dieses Versprechen.

Ein liegengebliebener Bus, fehlende Zimmer: Nicht gerade perfekte Umstände für ein Trainingslager. Aber schließlich zeigt sich auch im Spiel erst in „Notsituationen“ der wahre Charakter einer Mannschaft. Wenn alles bestens läuft ist es leicht den Mannschaftsgeist zu huldigen.

Am folgenden Morgen beginnt die erste Einheit des Trainingslagers um 7.15 Uhr mit einer 45 Minuten lang andauernden Kräftigungsübungen, denen um 10 Uhr ein Laufprogramm folgt. Nach der Koordinationsleiter wird nun in Gruppen gearbeitet. Während eine Gruppe in Tempowechseln um den Platz läuft, kommen in der anderen Gruppe „Reivo-Bänder“ zum Einsatz, die unsere Sprintfähigkeit erhöhen sollen. Und, diese spürt man in den Oberschenkeln! Nachdem die Gruppen getauscht werden, wenden wir das Geübte in Sprints noch einmal an, um im Anschluss daran einen lustigen Abschluss für diese Einheit zu finden.

So müssen wir erst in Zweierteams „Schubkarre“ fahren, bevor wir eine „Huckepack“-Staffel machen. Gerade hier finden wir den Spaß wieder – und zwar auf Kosten eines Zweier-Teams, das bei dieser Übung zusammenbricht. Wohlgemeinte Schadenfreude, im Laufe des Trainingslagers wird es wahrscheinlich jede Spielerin einmal treffen – Frau muss auch mal über sich selbst lachen können.

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Anstatt des Auslaufens, spielen wir dann noch eine Runde Völkerball, allerdings ohne das ein Sieger gefunden werden kann. Nachmittags steht der Ball im Mittelpunkt. Handball-Kopfball, ein Spiel auf sechs Toren und ein Abschlussspiel runden den ersten harten Trainingstag ab. Ein Tag, an dem wir sehen, dass wir uns die Laune und den Spaß in der Mannschaft auch nicht von problematischen Umständen verderben lassen. Ich hoffe, ihr habt auch weiterhin Spaß an den Artikeln und verabschiede mich für heut!

Bis morgen...
Eure Sandra Deilmann

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