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Kühler Muskel regeneriert sehr gern

Nach dem Training sollte man dem Körper ein Kältebad gönnen.


Nach hartem Training ins kalte Wasser: Die Mainzer Fußball-Profis

Die andalusische Sonne scheint den ganzen Tag herab auf den Trainingsplatz des FSV Mainz 05. Im Winter ist sie indes nicht dafür verantwortlich, dass die Muskeln der Kicker des Tabellenletzten "brennen". Dafür sorgt Trainer Jürgen Klopp, indem er seinen Spielern ein strammes Programm aufbürdet. Unter höchster Belastung müssen sie springen, sprinten und schießen. Immer wieder, eine Stunde lang, bis auch noch der letzte Muskel in den Beinen vor Anstrengung kocht.

"Ich mache das nur, damit wir den restlichen Hotelgästen das Freibad auf etwas angenehmere Temperaturen aufwärmen können", scherzt Klopp. Nach der Übungseinheit schickt der 39 Jahre alte Fußballlehrer seine Schützlinge nämlich immer in das Schwimmbad der Ferienanlage Barceló, in der die Mannschaft des FSV Mainz 05 sich derzeit auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vorbereitet. Nur zögerlich steigen die Kicker, denen das Wasser in der sportlichen Realität bis zum Hals steht, ins Becken, das nur kaum mehr als 15 Grad Wassertemperatur aufweist. Wenn sich die Spieler dann endlich überwunden haben, stehen sie zehn bis 15 Minuten lang bis knapp unterhalb der Gürtellinie im Wasser. Sehr zu ihrem Verdruss.

Kein Pardon für Warmduscher
"Da müssen die Jungs aber durch", sagt Konditionstrainer Axel Busenkell. Der hat sich den Gang ins Schwimmbad ausgedacht. Nicht, um die Kicker zu quälen. Auch nicht, um den Willen zu schulen. Und erst recht nicht, um den Hotelpool um ein paar Zehntel Grad zu erwärmen. "Diese Sache hilft den Spielern bei der Regeneration", sagt Busenkell. "Die Muskeln erholen sich deutlich besser, wenn sie derart gekühlt werden."

Aus demselben Grund schickte Jürgen Klinsmann seine Nationalspieler während der Fußball-Weltmeisterschaft nach jedem Spiel in ein Eisbad. "Durch die Kälte wird die Durchblutung in den Gefäßen der Spieler angeregt", erläutert Busenkell den Sinn der Maßnahme. "Dadurch wird der Körper entschlackt, Entzündungen in Muskeln und Sehnen klingen besser ab, der Muskeltonus wird reduziert. Zudem spürt der Spieler auch Schläge auf den Knöchel kaum noch, weil die Schmerzen betäubt werden."

Statt kalter Pool eine kühle Dusche - auch im Winter!
Für den Breitensportler ist eine Kühlung nach dem Vorbild der Profis genauso wirkungsvoll wie für den Leistungssportler. "Das Prinzip ist genau das gleiche. Nach dem Training in einem Fitnessstudio lässt sich das sicher sehr gut realisieren", sagt Busenkell. "Dort gibt es in der Regel im Saunabereich Kältebäder."

Wichtig ist, dass die Kühlung möglichst zeitnah zum Training vorgenommen wird, ein Bad im kalten Wasser nach mehr als einer halben Stunde hat hingegen keinerlei Effekt mehr. Da beispielsweise beim Hobbykicker in der Regel weder Pool und noch Badewanne neben dem Trainingsplatz stehe, müsse er sich eben mit einer kalten Dusche begnügen. "Das bringt ein bisschen was, ist aber natürlich nicht mit der Intensität eines Kältebades zu vergleichen", sagt Busenkell.

Weitere Links zum Thema:
"Professioneller Gummi-Twist"
"Wie regenerieren Sie? Schreiben Sie in unser Fitness.com Forum! Hier."

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