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Skilanglauf liegt im Trend

Gleitend zur optimalen Fitness: Skatend oder klassisch


Foto: Odlo/S. Minkoff - Der Olympia-Zweiter von Salt Lake City 2002 Peter Schlickenrieder zeigt, wie dynamisch Langlauf sein kann

"So richtig Respekt haben Anfänger eigentlich nur vor dem Bremsen, das ist nämlich gar nicht so einfach", sagt Wencke Hölig vom Deutschen Skiverband (DSV) und Expertin für Langlaufsport. Ähnlich wie beim Inline-Skating stellt auch für Ausdauersportler auf zwei Skiern das plötzliche Anhalten eine große Herausforderung dar. "Aber das lässt sich mit der richtigen Anleitung leicht lernen", erklärt die 27-Jährige, "außerdem endet der Sturz in den Schnee natürlich deutlich weniger schmerzhaft als eine missglückte Vollbremsung auf Asphalt."

Der Langlaufsport wird in Deutschland immer populärer,

etwa 2,5 Millionen Deutsche suchen in ihrer Freizeit Entspannung und Fitness in verschneiter Landschaft. Und die Langläufer werden immer jünger, längst vorbei sind die Zeiten des angestaubten Images vom langweiligen Altherrensport. Profirennen finden vor Tausenden von Zuschauern statt und in den Loipen tummeln sich immer mehr junge Ausdauersportler, die die Bewegung im Schnee als ideales Ergänzungstraining nutzen. Denn auch für Hobby-Triathleten und Freizeit-Fußballer bietet der Wintersport eine effektive Abwechslung. Der Vorteil der Disziplin: beim Skilanglauf wird nicht nur die Kondition gefördert, sondern auch die Koordination gestärkt. "Außerdem werden nahezu alle Muskelgruppen des menschlichen Körpers beansprucht, durch den Stockeinsatz werden auch Schultern und Arme trainiert", erklärt Wencke Hölig, die selbst eine begeisterte Langläuferin ist. Ein ideales Ganzkörpertraining - das noch dazu durch die gleitende Bewegung den Rücken schont.


Langlauf: Der älteste Ski-Sport der Welt!

Langlauf, dessen Geschichte rund fünf Jahrtausende zurückgeht, wird heute mit modernsten Methoden betrieben. Bei den "Nowax"-Skiern sorgen etwa Schuppenauflagen für den nötigen Abrieb auf Schnee. Wer sich nicht lange mit Wachsen aufhalten will, kann mit dieser Ausrüstung sofort loslegen. Aber auch bei herkömmlichen Brettern ist die Vorbehandlung, etwa mit Sprays, heutzutage kinderleicht. Ähnlich wie im Joggingbereicht hat moderne, atmungsaktive Funktionskleidung den Markt längst erobert. In eisiger Kälte frische Luft tanken - das geht heute auch ohne schwere Wollpullover.

Nicht nur der hohe Trainingseffekt spricht für die Sportart.

Die Bewegung auf weißen Kristallen lässt jeden Winter-Blues der dunklen Jahreszeit schnell vergessen, die frische Luft und die Aussicht auf eine verschneite Landschaft machen - während man dem Körper etwas Gutes tut - auch gleichzeitig den Kopf frei. Für Peter Schlickenrieder ist die Faszination der Sportart, in der er drei Weltcupsiege errungen und die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City gewonnen hat, bis heute ungebrochen. "Wenn das Wetter schön ist, schaufele ich mir sofort ein bisschen Zeit frei und schnalle die Ski an", sagt der 36-Jährige. Der frühere Profisportler nutzt immer noch jede freie Minute für Bewegung im Schnee. Mal durchatmen und gleichzeitig effektiv die körperliche Fitness zu trainieren, das sei ideal an der Disziplin, in der er fünfmal Deutscher Meister wurde und die ihm bis heute nicht langweilig geworden ist.


Tipps vom ehemaligen Langlauf Profi-Schlickenrieder

Schlickenrieder, der heute für die ARD als Co-Kommentator arbeitet, hat ein Buch mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks rund um Technik und Ausrüstung veröffentlicht ("Skilanglauf für Einsteiger", erschienen im Südwest-Verlag). Auch für die richtige Motivation hat der Silbermedaillengewinner ein paar Ideen. Was, wenn das Wetter mal nicht mit heiterem Sonnenschein auf die Piste lockt und der innere Schweinehund nur schwer in die Gänge kommt? "Man sollte sich Ziele setzen", empfiehlt Schlickenrieder, "sich zum Beispiel für einen Volkslanglauf anmelden und regelmäßig mit Freunden gemeinsam trainieren."



Wer sich für den Einstieg in den Langlaufsport interessiert, sollte sich in einem guten Sportgeschäft beraten lassen.

Die richtige Länge der Ski zum Beispiel hängt nicht nur von der Körpergröße, sondern auch von Gewicht und dem eigenen Fitnessniveau ab. Auch bei der Entscheidung zwischen modernen Skating-Skiern, die eine Fortbewegung im schnelleren Schlittschuhschritt ermöglichen und den klassischen, etwas längeren Skiern, können kompetente Berater helfen.



Der DSV empfiehlt Anfängern außerdem die Teilnahme an einem Skikurs. Wer die Technik beherrscht, kann an einem Wintertag in jedem Stadtpark seine Runden drehen, als Einsteiger sollte man sich aber - etwa in einem der vielen "nordic aktiv"-Zentren des DSV - den richtigen Bewegungsablauf zeigen lassen. So kann der Trainingseffekt optimiert werden und beide Techniken, der klassische Stil und der moderne Skatingschritt werden fehlerfrei erlernt. Und gleich zu Beginn lernen die Kursteilnehmer auch das Wichtigste an der harmonischen Fortbewegungsart im Schnee: das sichere Bremsen.


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