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Neue Trends im Food-Design:

Fitness durch “Functional Food”

veröffentlicht: 23.04.08 - Linus Reingen
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Fitness durch “Functional Food”?!
Die Idee der funktionellen Lebensmittel hat ihren Ursprung in Japan. Seit 1993 werden dort „Lebensmittel mit gesundheitlichen Zusatznutzen“ als foshu (food for specific health use) vertrieben. Über Amerika erreichten sie dann fast pünktlich zum Jahrtausendwechsel Europa.

Die bekanntesten Produkte sind bislang probiotische Joghurts und ACE-Fruchtsäfte. Darüber hinaus sind mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Lebensmittel und Cholesterin senkende Margarinen immer häufiger in den Supermarktregalen vertreten. Neben Bakterienkulturen, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren sollen Sekundäre Pflanzenstoffe (Antioxidantien), Folsäure, Ballaststoffe und Mineralstoffe unsere Gesundheit und Fitness optimieren und Krankheiten vorbeugen. Als Zusatzstoffe in gängigen Lebensmitteln.

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Mittlerweile schätzt das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) das Weltmarktvolumen funktioneller Lebensmittel auf 10 bis 20 Milliarden Euro. In Deutschland ist die Nachfrage noch begrenzt, wächst aber stetig. Das jährliche Umsatzwachstum wird mit ca. 20 % genannt. Dabei geht das ISI davon aus, dass es sich dabei „um einen nachhaltigen Trend handelt“. Die Ernährungsforschung nähert sich dabei immer mehr der medizinischen und pharmazeutischen Forschung an. „Immerhin zeigen Untersuchungen, dass rund zwei Drittel der Sterbefälle in Deutschland auf Ernährungskrankheiten zurückzuführen sind“ so das Institut.

Gerade vor dem Hintergrund „der zunehmenden Bedeutung ernährungsabhängiger Erkrankungen wäre der Einsatz von gesundheitsfördernden Lebensmitteln zu befürworten“ schreibt die Ernährungsberaterin Dr. Ambrosius in einem Bericht der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel. Doch „nicht selten werden mit Vitaminen angereicherte Bonbons oder Süßigkeiten von Kindern verzehrt, weil deren Eltern glauben, dass diese Lebensmittel gesund seien.“

Was nun als functional food zu bezeichnen ist und was diese erfüllen müssen, lässt sich hierzulande nur schwer feststellen. Denn eine rechtsverbindliche Definition gibt es bislang nur im Ursprungsland Japan. In Deutschland bewegen sich die funktionellen Lebensmittel in einer Grauzone zwischen Pharmazeutika und Lebensmitteln. Da diese beiden Bereiche traditionell von verschiedenen rechtlichen Regelwerken und Behörden überwacht werden, herrscht Unsicherheit.
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