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Der Fitness Kalender: Rugby-Superstars als Posterboys

Wie harte Männer zu Modells werden


Es gibt nur wenige Sportler, die sich fotografieren lassen und deren Bilder dann für reißenden Absatz an den Kiosken sorgen. David Beckham ist einer der ganz wenigen, der nicht nur für seine Schusstechnik berühmt ist, sondern auch für sein Aussehen. Doch es gibt einen Sportverein, dessen Mannschaftsfotos für ganz besondere Furore sorgen: der Rugby-Club "Stade Français". Der Erstligist wurde kürzlich wieder französischer Meister, zum dreizehnten Mal. Rugby gehört in Frankreich - wie in Großbritannien, Neuseeland oder Südafrika - zu den populärsten Sportarten. Viele der Spieler aus dem 16. Pariser Arrondissement spielen auch in der Nationalmannschaft, die vor einigen Monaten bei der Weltmeisterschaft ins Halbfinale kam.

Doch bekannt ist der Club nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge. Der Hochglanz-Kalender "Dieux du Stade" ("Götter des Stadions") sorgt seit 2001 in der Rugby-Gemeinde - und außerhalb davon - für Furore. Das harte Training bringt Fitness, nur wer muskelbepackt und durchtrainiert ist, hat im Spitzen-Rugby eine Chance. Das Ergebnis davon sieht man auf den freizügigen Fotos im Kalender, bei dem manchmal nur ein Ball als Bekleidung dient. "Seit wir mit dem Projekt angefangen haben, müssen wir keinen der Spieler mehr überreden, sich fotografieren zu lassen", erzählt der Geschäftsführer des Vereins, Mathias Poursine. Überall auf der Welt erfreut sich der Kalender mittlerweile einer großen Beliebtheit, inzwischen gibt es sogar eine "Making of"-DVD von den Aufnahmen im Fotostudio. Der Erlös aus den begehrten Kalendern kommt übrigens karitativen Zwecken zugute. "Wir verkaufen über 200.000 Kalender in der ganzen Welt", berichtet Poursine.

Muskelbepackte Gentlemen

Der Kick mit dem ovalen Leder in Frankreich und England zu den Nationalsportarten. Die Spieler der "All Blacks" aus Neuseeland, die "Springboks" aus Südafrika sind internationale Superstars - und auch der viermalige Fußballweltmeister Italien gehört inzwischen zu den Spitzenteams.

In vielen Ländern lockt Rugby Tausende in die Stadien. Und die Fans sind dabei ähnlich diszipliniert wie die Spieler. "Rugby-Spieler haben Respekt vor ihren Gegnern und vor dem Schiedsrichter", erklärt Phil Dowson, Kapitän bei dem englischen Erstligisten "Newcastle Falcons". Diese Disziplin gehöre schlicht zur Mentalität eines Rugby-Spielers. Ein offener Faustschlag im Getümmel wiederum muss

Gemeinsam ist den Spielern, nicht über Schiedsrichterentscheidungen zu lamentieren oder den Gegner mit Schmähungen zu bedenken - doch bei der Taktik gibt es sehr wohl Unterschiede. "Das englische Rugby unterscheidet sich zum Beispiel vom Spiel der Franzosen", erklärt Dowson, der als Siebenjähriger mit dem Sport angefangen hat und heute Mannschaftskapitän bei dem zweiten nationalen Team, den "England Saxons", ist. "Wir bei den Newcastle Falcons spielen wir sehr schnell, das ist nicht gerade der typisch englische Stil", sagt Dowson. "Unsere Fans sehen es lieber, wenn wir angreifen, statt dass wir uns zurücklehnen und verteidigen", sagt der 26-Jährige, der auf der Position Nummer 8 spielt, "da versuchen wir unsere Fans natürlich zu unterhalten, wenn es möglich ist."

Eine Strategie, mit dem die Newcastle Falcons Erfolg haben. Der Verein, der erst 1997 in die erste Liga aufstieg, gewann bereits die Meisterschaft sowie den Pokalwettbewerb. Und bereits seit über zehn Jahren spielt hier der englische Spitzenspieler Johnny Wilkinson - einer der besten Rugby-Spieler der Welt, der mehr Punkte für die englische Nationalmannschaft geholt hat als jeder andere.

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