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Das zeigt nicht nur, dass Daniel Day-Lewis ein extrem sportlicher Typ ist, sondern beweist auch die intensive Vorbereitung auf eine Rolle. Day-Lewis gehört noch zu den Schauspielern, die nicht einfach nur eine Rolle spielen. Day-Lewis stellt den Anspruch an sich selbst, ein Künstler zu sein. Und als solcher gehört für ihn eine akribische Vorbereitung auf die Rolle zum Job. Und wenn er einen Boxer spielt, dann will er auch wie ein Boxer rüberkommen, er versetzt sich in die Lage eines Boxers, er wird sogar zum Boxer. So wie Day-Lewis in dem Streifen aussieht, nimmt man ihm den Profisportler ohne weiteres ab. Natürlich ist er sowieso von Natur aus ein sehr schlanker Typ, aber für die Rolle trainierte sich Day-Lewis sehr viele Muskeln an. Doch wenn es die Rolle erfordert, wie in seiner neuesten Rolle als Unternehmer in „There Will Be Blood“ kommt Day-Lewis auch mal ein wenig pausbäckiger daher. Beschäftigt man sich mit der Biographie des Schauspielers, käme man nie auf die Idee, dass Day-Lewis irgendwelche Diäten macht oder sich an Ernährungspläne hält. Es gibt Fotos von ihm mit Vollbart und langer Mähne, auf denen Day-Lewis aussieht wie ein Landstreicher. Äußerlichkeiten scheinen ihm unwichtig. Trotzdem muss er über eine ungemeine Selbstdisziplin verfügen, aber eben nur in Bezug auf seinen Beruf. Daniel Day-Lewis ist alles andere als der typische Hollywood-Beau. Mitte der 90er Jahre hatte er genug von Hollywood und floh nach Italien, wo er fünf Jahre komplett untertauchte, um das Schumacherhandwerk zu lernen.
Und wie hält es Daniel Day-Lewis nun mit dem Sport? Nun ja, wenn man ihm sagt, dass er in einem Monat einen Profisportler spielen soll, dann sieht er nach einem Monat wahrscheinlich auch aus wie ein Profisportler. Day-Lewis ist Künstler und konzentriert sich auf seinen Beruf. Der Schönheits- und Schlankheits und Fitnesswahn Hollywoods dagegen geht ihm höchstens auf die Nerven. Vielleicht ist er damit für Fitness-begeisterte Menschen kein gutes Vorbild, aber mal ehrlich: Ein bisschen sympathisch macht ihn das doch, oder?

