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Daniel Day-Lewis: das Zeug zum Boxer!

Fitness Sport? Nur wenn es die Rolle verlangen sollte…


„And the Oscar goes to...Daniel Day-Lewis”. Für seine Rolle als „Ölmann“ Daniel Plainview in „There Will Be blood“ erhält der 50-jährige, gebürtige Brite mit irischem Pass seinen zweiten Oscar nach 1990 (damals für „Mein linker Fuß“, ein Film über einen behinderten Schriftsteller und Maler in den 30er Jahren). Paul Thomas Andersons („Magnolia“) kapitalismus-kritisches Drama spielt im Amerika des endenden 19. Jahrhunderts und Day-Lewis den Unternehmer Daniel Plainview, der mit teils betrügerischen Methoden im Ölgeschäft reich wird. Dass Day-Lewis ein großartiger Schauspieler ist, ist unbestritten, doch Fitness.com muss natürlich zwangsläufig die Gretchenfrage stellen: Wie hält er es mit dem Fitness Sport?

Im Gedächtnis geblieben ist Daniel Day-Lewis sicher auch als „Der letzte Mohikaner“. Für die Rolle eines bei Indianern aufgewachsenen Weißen wurde er weltweit gelobt, für seine Rolle als Bill „The Butcher“ Cutting in Michael Scorseses „Gangs Of New York“ wurde er für den Oscar nominiert. Weniger bekannt, wohl auch deshalb, weil es eine irische Produktion war, ist das Drama „Der Boxer“, in dem Daniel Day-Lewis die Hauptrolle des Danny Flynn übernahm. Danny ist Boxer, muss aber für 14 Jahre ins Gefängnis, weil der die Schuld für die Tat eines IRA-Terroristen auf sich nimmt. Nach seiner Entlassung will Danny eine Boxschule eröffnen, gerät aber in einen tödlichen Konflikt mit dem Mann, den er einst vor dem Knast bewahrte. Beim Schreiben ließen sich die Drehbuchautoren des Films von der Geschichte des irischen Boxweltmeisters Barry McGuigan inspirieren. Und McGuigan war es auch, der Daniel Day-Lewis für die Kampfszenen des Films trainierte und seinen Körper so richtig auf Fitness trimmte. Nach den Dreharbeiten behauptete der Ex-Weltmeister, er sei sich sicher, dass Daniel Day-Lewis das Zeug zu einem Weltklasse-Boxer gehabt hätte, wenn er früher angefangen hätte zu trainieren. Und wenn er etwas mehr Interesse für Fitness Sport gehabt hätte.

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Das zeigt nicht nur, dass Daniel Day-Lewis ein extrem sportlicher Typ ist, sondern beweist auch die intensive Vorbereitung auf eine Rolle. Day-Lewis gehört noch zu den Schauspielern, die nicht einfach nur eine Rolle spielen. Day-Lewis stellt den Anspruch an sich selbst, ein Künstler zu sein. Und als solcher gehört für ihn eine akribische Vorbereitung auf die Rolle zum Job. Und wenn er einen Boxer spielt, dann will er auch wie ein Boxer rüberkommen, er versetzt sich in die Lage eines Boxers, er wird sogar zum Boxer. So wie Day-Lewis in dem Streifen aussieht, nimmt man ihm den Profisportler ohne weiteres ab. Natürlich ist er sowieso von Natur aus ein sehr schlanker Typ, aber für die Rolle trainierte sich Day-Lewis sehr viele Muskeln an. Doch wenn es die Rolle erfordert, wie in seiner neuesten Rolle als Unternehmer in „There Will Be Blood“ kommt Day-Lewis auch mal ein wenig pausbäckiger daher. Beschäftigt man sich mit der Biographie des Schauspielers, käme man nie auf die Idee, dass Day-Lewis irgendwelche Diäten macht oder sich an Ernährungspläne hält. Es gibt Fotos von ihm mit Vollbart und langer Mähne, auf denen Day-Lewis aussieht wie ein Landstreicher. Äußerlichkeiten scheinen ihm unwichtig. Trotzdem muss er über eine ungemeine Selbstdisziplin verfügen, aber eben nur in Bezug auf seinen Beruf. Daniel Day-Lewis ist alles andere als der typische Hollywood-Beau. Mitte der 90er Jahre hatte er genug von Hollywood und floh nach Italien, wo er fünf Jahre komplett untertauchte, um das Schumacherhandwerk zu lernen.

Und wie hält es Daniel Day-Lewis nun mit dem Sport? Nun ja, wenn man ihm sagt, dass er in einem Monat einen Profisportler spielen soll, dann sieht er nach einem Monat wahrscheinlich auch aus wie ein Profisportler. Day-Lewis ist Künstler und konzentriert sich auf seinen Beruf. Der Schönheits- und Schlankheits und Fitnesswahn Hollywoods dagegen geht ihm höchstens auf die Nerven. Vielleicht ist er damit für Fitness-begeisterte Menschen kein gutes Vorbild, aber mal ehrlich: Ein bisschen sympathisch macht ihn das doch, oder?

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