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Die Wahnsinnsdiät: von 162 Kilo auf 94!!!

Mein Körper dankt es mir” – jeden Tag


Klaus Hafner ist auch nach 68 Kilogramm Gewichtsverlust noch keine halbe Portion. Er fühlt sich aber sichtlich wohl in seiner neuen Haut.

Im Januar vergangenen Jahres hat Klaus Hafner sich von heute auf morgen entschlossen, radikal abzunehmen. Mittlerweile hat der als Stadionsprecher des FSV Mainz 05 zu einer gewissen Berühmtheit gelangte Hafner von anfangs 162 Kilogramm auf 94 Kilogramm abgenommen. fitness.com verrät Hafner sein Erfolgsgeheimnis…

fitness.com: Herr Hafner, Sie haben 68 Kilogramm abgenommen in zehn Monaten. Wie geht das?

Klaus Hafner: Ich habe drei bis vier Mal in der Woche Sport gemacht. Außerdem habe ich mich gesund ernährt: Ganz selten mal morgens ein Brötchen, tagsüber nur viel Salat und Obst, abends viel Gemüse, höchstens mal Putenfleisch, Huhn oder Fisch. Außerdem habe ich seit einem Jahr keinen Tropfen Alkohol angerührt. Stattdessen habe ich viel Tee und Wasser getrunken. Das ist alles.

fitness.com: Seit Diego Maradonas Abmagerungskur denkt die Welt, dass das nur mit unnatürlicher Hilfe wie Medikamenten oder einer Magenverkleinerung möglich ist ...

Klaus Hafner: Viele glauben mir tatsächlich nicht. Aber ich habe tatsächlich ohne jede unnatürliche Hilfe abgenommen. Ich habe mich allerdings ziemlich gut betreuen lassen.

fitness.com: Was heißt das genau?

Klaus Hafner: Ich war alle drei bis vier Wochen beim Arzt und habe mich untersuchen lassen. Ich habe dann einen EKG gemacht und meinen Urin auf Harnsäure untersuchen lassen. Im Fitnessstudio, in dem ich Sport gemacht habe, hatte ich tolle Trainer, die mit mir die Trainingspläne aufgestellt haben. Und dann habe ich an dem Ernährungskurs einer Apothekerin teilgenommen. Diese Bausteine haben zueinander gepasst.

fitness.com: Was hat Sie zu Ihrem Lebenswandel motiviert?

Klaus Hafner: Ich hatte seit vier Jahren Diabetes und hatte dann plötzlich eine Insulinresistenz. Das heißt, dass ich drei Tage lang jede Stunde extrem hochdosiert spritzen musste, um das wegzubekommen.

fitness.com: Dann haben Sie sich über Nacht gesagt, dass es eine Ende haben muss?

Klaus Hafner: Nicht direkt nach diesem Erlebnis. Es war ja immer noch so, dass ich mich trotz meiner 170 Kilo in meinem Körper wohlgefühlt habe. Das kam ein paar Wochen später. Da bin ich morgens aufgewacht und habe gesagt: Jetzt geht’ s los.

fitness.com: War die Diät für Sie eine Qual?

Klaus Hafner: Eigentlich nur in den ersten sieben Tagen. Da habe ich nachts ständig von Wettessen geträumt, bei dem ich immer containerweise mein ehemaliges Leibgericht Nudeln mit Gulasch vorgesetzt bekam. Ich habe im Traum immer gewonnen! Das hörte dann Gott sei Dank auf. Dann habe ich durchs Abnehmen so viel an körperlichem Wohlbefinden zurückbekommen, dass ich nicht mehr ans Essen gedacht habe. Das ist ein Wahnsinnsgefühl, wenn man merkt, wie der Körper das Leben erleichtert. Es ist ja so, dass sich der ganze Körper mehr und mehr erholt.

fitness.com: Woran merken Sie das?

Klaus Hafner: Ich schlafe heute zum Beispiel deutlich besser. Früher war ich zehn Stunden im Bett und bin morgens todmüde aufgewacht, weil ich nur zwei Stunden richtig geschlafen habe. Jetzt reichen mir fünf Stunden. Mein Körper dankt es mir. Außerdem ist meine ganze Koordination wieder besser. Alles geht viel einfacher als noch vor einem Jahr. Der Blutdruck ist auch wieder im ganz normalen Bereich mit 140/80.

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fitness.com: Haben Sie direkt mit Sport angefangen?

Klaus Hafner: Nein. Das wäre am Anfang undekbar gewesen mit meinem Gewicht. Nach fünf Wochen hatte ich dann so viel abgespeckt, dass ich merkte: Jetzt musst Du Sport machen. Dann habe ich mir einen Trainingsplan erstellen lassen und bin jeden zweiten Tag vor allem auf den Ergometer. Anfangs habe ich bei schlappen 40 Watt zehn Minuten geschafft Da habe ich mich langsam Stück für Stück gesteigert, bis ich am Ende problemlos eindreiviertel Stunden radeln konnte.

fitness.com: Klingt sehr monoton?

Klaus Hafner: Wenn man erst mal acht Wochen am Stück trainiert hat, wird man richtig süchtig. Du findest es einfach super, wenn Du auf dem Ergometer jede Woche etwas schneller radeln kannst. Ich durfte kurzzeitig wegen einer Entzündung am Fuß mal zehn Tage nicht trainieren. Das hat mir stattdessen viele Probleme bereitet, weil ich endlich wieder was machen wollte.

fitness.com: Haben Sie jetzt Probleme mit Hautlappen?

Klaus Hafner: Nein. Durch das Training im Studio blieb meine Haut immer recht straff.

fitness.com: Haben Sie eigentlich Angst vor einem Rückfall?

Klaus Hafner: Nein, überhaupt nicht. Ich habe auch alle meine Klamotten weggeschmissen bis auf eine Hose, die ich zur Erinnerung behalte.

fitness.com: Hat sich Ihr Leben sehr verändert durch ihre Abmagerung?

Klaus Hafner: Ja. Ich bin jetzt 54 Jahre jung, habe ein geiles Leben und erkannt, dass es nie zu spät ist für einen radikalen Wandel.

fitness.com: Wie steht es jetzt um den Zucker?

Klaus Hafner: Der Wert ist wieder im grünen Bereich. Ich messe trotzdem zur Sicherheit noch einmal am Tag.

fitness.com: Wieviel wollen Sie eigentlich noch abnehmen?

Klaus Hafner: Mein Arzt hat mir Ende Oktober gesagt, dass jetzt Schluss sein muss. Ich soll jetzt Muskeln aufbauen und dadurch wieder etwas Gewicht zulegen. Seither trainiere ich entsprechend etwas anders.

fitness.com: Glauben Sie, dass Ihr Werdegang für andere nachzuahmen ist?

Klaus Hafner: Mein Arzt sagt schon , dass er so was Extremes noch nicht erlebt hat. Vielleicht bin ich dafür besonders veranlagt. Aber grundsätzlich denke ich schon, dass ich vielen Mut machen und sie zum Abnehmen motivieren kann. Es gibt eben nichts besseres als lebende Beispiele für erfolgreiches Abnehmen.

fitness.com: Besteht eigentlich eine Gefahr der Magersucht bei Ihnen?

Klaus Hafner: Mein Arzt und meine Trainer mussten mich bremsen, das ich nicht jeden Tag trainiere. Wenn man sich alle zwei Tage eine Stunde für den Sport nimmt, reicht das. Es wäre auch kontraproduktiv, da der Körper sich zwischendurch erholen muss. Aber von Gefahr der Magersucht bin ich Gott sei Dank weit entfernt.

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