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Mythen und Irrtümer über die Besonnung

Gefahrlos sonnen: Solarium Fitnessclub


Solarien gehören zum Standardangebot der meisten Fitness-Clubs. Sonne und Fitness/Wellness passen einfach gut zusammen. Der Kunde wünscht ein solches Angebot und dadurch lässt sich ein erheblicher Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg eines Fitness-Clubs erzielen. Während sich das Image der Fitness-Clubs und des regelmässigen Trainings schon seit Jahren auf einem hohen Niveau befinden, ist dies bei Sonnenstudios und der Solariennutzung keineswegs der Fall. Dies liegt an zahlreichen Mythen, Irrtümern und gezielten Falschinformationen, die regelmässig über die Massenmedien verbreitet werden. Die Mitarbeiter im Fitness-Club sind verunsichert und häufig von fehlerhaften Informationen beeinflusst. Auf die (besorgten) Fragen der Gäste wissen sie oft kaum qualifizierte Antworten. Im Folgenden soll über die häufigsten Mythen und Irrtümer aufgeklärt und dem Mitarbeiter im Fitness-Club mehr Sicherheit bei der Gästeberatung gegeben werden.

Mythos: Sonnenstrahlen führen zu Hautkrebs und sollten in jeder Form vermieden werden

Der Zusammenhang zwischen Hautkrebs und Einwirkung von Sonnenstrahlen ist entgegen einiger Behauptungen bislang nicht belegt. Dies liegt u.a. daran, dass die Haut tagtäglich einer ungeheuren Zahl von Reizen und Belastungen ausgesetzt ist, die Auswirkungen der einzelnen Einwirkgrössen nicht isoliert werden kann und zudem die "Inkubationszeit" extrem lang ist. Die sich aus den unterschiedlichen Einwirkungsgrössen langfristig ergebenden Hautveränderungen sind nur in geringem Umfange gefährlich ("schwarzer Hautkrebs") und im Übrigen sehr gut zu diagnostizieren (im Gegensatz z.B. zu Krebsarten der inneren Organe). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich bösartige Hautveränderungen oft an Stellen zeigen, die gar nicht oder nur sehr selten der Sonne ausgesetzt werden. Unabhängig von dieser Diskussion haben die Medizinstatistiker der NASA (u.a. Dr. Grant) nachgewiesen, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken etwa um den Faktor 10 geringer ist, als an den Folgen von Vitamin D-Mangel zu erkranken (wie Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen, einige Krebsarten der inneren Organe etc.). Diese Zusammenhänge zwischen Sonne und Gesundheit sind in dem Buch von Prof. Holick ("Schützendes Sonnenlicht", Stuttgart: 2005) sehr gut beschrieben.

Mythos: Eine Vorbereitung auf die Urlaubssonne ist durch Solarien nicht möglich

Die aus einem Solarium emittierten Sonnenstrahlen sind von den Herstellern exakt bestimmt und vom Gesetzgeber limitiert. Wellenlänge und Bestrahlungsstärke orientieren sich am gewünschten Kundennutzen. So gibt es Solarien, deren Ziel es ist, besonders schnell eine sichtbare Hautfärbung zu erzielen. Diese emittieren besonders effektiv das UV-A Licht. Andere Solarien haben das Ziel, die Farbpigmente der Haut aufzubauen, die Lichtschwiele zu bilden und besonders viel Vitamin D3 zu erzeugen. Diese Solarien emittieren besonders effektiv UV-B Licht. In allen Solarien (ausser im Vitamin D3 Solarium) werden immer beide UV-Anteile emittiert, sodass alle Solarien einen Beitrag zur sofort sichtbaren Bräune (mittels UV-A) als auch einen Beitrag zum Lichtschutz/Lichtschwiele (mittels UV-B) leisten und somit optimal auf die Urlaubssonne vorbereiten.

Mythos: Durch die Besonnung wird die Haut schnell alt, faltig und unansehnlich

Bei dieser Diskussion wird oft vergessen, dass der wichtigste Grund für Falten nicht das Sonnenlicht ist, sondern das Altern selbst. Eine unangemessene und überdosierte Besonnung ist natürlich eine starke Belastung für die Haut. Angepasstes Sonnen mit der entsprechenden Hautpflege (Feuchtigkeit und Antioxidantien) führt zu einer schönen und gesunden Haut. Angepasst heisst hier ebenso wie beim Training, die richtige Dosierung und die richtige Häufigkeit wählen.

Mythos: Für die wichtige Vitamin D-Bildung reicht es aus, Hände und Arme einige Minuten pro Tag in die Sonne zu halten

Dieser Mythos ist spätestens seit den Veröffentlichungen von Professor Holick widerlegt. Der Mensch benötigt viel höhere Besonnungseinheiten zur Bildung von Vitamin D3 als bislang bekannt war. Die berühmte Dr. Holick-Formel lautet: alle 4 Tage eine Dosis von 0,7 MED! Das bedeutet in etwa, dass man ein- bis zweimal pro Woche eine Ganzkörperbesonnung von 70% der maximalen Sonnendosis benötigt um genügend Vitamin D3 aufzubauen. Genau dies ist unter modernen Solarien mit IQ-Technik möglich. Als Faustformel gilt, dass man 1-2 x pro Woche ein Solarium benutzen bzw. sich in der natürlichen Sonne aufhalten sollte. Da jedoch die UV-B Immissionen, die verantwortlich für die Vitamin D Bildung sind, in Mitteleuropa an ca. 7 Monaten des Jahres nahezu fehlen und auch in den restlichen 5 Monaten relativ gering sind, ist eine ganzjährige Nutzung von Solarien besonders zu empfehlen.

Mythos: Die Beratung in Sonnenstudios und Fitness-Clubs bzgl. der Solariennutzung ist unqualifiziert und führt zu Sonnenbränden

Diesen Vorwurf kann man sicher nicht komplett entkräften, da er wohl an vielen Stellen stimmt. Deshalb soll hier auf die Fitness-Handbücher zur Mitarbeiterschulung und für den Clubinhaber hingewiesen werden, die bei Ergoline kostenlos erhältlich sind (wolfgang.bahne@de.jk-group.net). Wenn Fitness-Club-Betreiber den Schulungsaufwand für ihre Mitarbeiter nicht leisten möchten, so sollten sie zumindest Solarien mit der modernen IQ-Technologie einsetzen. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass der Kunde genau die UV-Dosierung erhält, die er verträgt.

Autor: Wolfgang Bahne , mit freundlicher Genehmigung von http://www.fitnesstribune.com

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