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Der Zweite Gesundheitsmarkt - Eine Chance für die Fitnessbranche?


Der Zweite Gesundheitsmarkt

Für mich immer wieder ein Aufreger wenn ich Begriffe wie "Medical Fitness" oder "Medical Wellness" lese. Dabei bezweifle ich, dass die Fitnessbranche, insbesondere die Fitnessstudios überhaupt die Dimension und die Chancen begreift die sich da bieten, wenn man denn authentisch sich der Thematik zuwendet.

Wie wird der "Zweite Gesundheitsmarkt" definiert? Wie man aus Artikel der Ärztezeitung herauslesen kann, haben Ärzte die Chancen des Zweiten Gesundheitsmarktes längst erkannt.

Der Zweite Gesundheitsmarkt definiert

Das sind alle medizinischen  Produkte und Dienstleistungen (und ich nehme hier mal die Supplements dazu) die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen "gezahlt" werden. Und das sind eine ganze Menge. Oft wird sogar der Begriff "das medizinisch Notwendige" für die Leistungsbeschränkung der GKV, der Gesetzlichen Krankenkassen verwendet.

Weniger ist nicht mehr bei den GKV

Ein Entschuldigungsgrund für die Gesetzlichen Krankenkassen: Durch den demographischen Faktor, also das älter werden der Bevölkerung, nicht zuletzt bedingt durch die bessere Ernährung und die Fortschritte in der Medizinforschung, befinden sie die Krankenkassen in der Bredouille.  Entweder die gesetzlichen Leistungen einschränken oder die Krankenkassenbeiträge erhöhen....Zugegeben, man hat als Verbraucher und Versicherter oft das Gefühl, dass sie beides tun... Doch es gibt gesetzlche Vorgaben, heißt frei bedienen können sich die GKV auch nicht.

IGel Maßnahmen und weitere gesundheitsorientierte Angebote

Somit ist Wachstum auf dem medizinischen Sektor, genauer gesagt auf dem Gesundheitsmarkt generell nur durch das Angebot und die Nachfrage nach den sogenannten IGel  (Individuelle gesundheitliche Maßnahmen), und weitere Dienstleistungen, nämlich solche wie sie beispielsweise Yoga- und Pilatesstudios, Fitnessclubs und andere Anbieter von gesundheitlichen Produkten und Dienstleistungen anbieten  können.

Die fünf Gesundheitstypen

Eigentlich sollte es ein Leichtes sein, Kunden in diesem Bereich für sich zu gewinnen, schließlich wird alles was der Gesundheit zuträglich ist als existenziell, notwendig und unverzichtbar betrachtet. Doch nicht jeder Mensch ist gleich empfänglich für das Thema Gesundheit. Roland Berger Consultants haben deshalb die theorie der fünf Gesundheitstypen aufgestellt:

1. Der überaus Aktive

2. Der sorglose Sportler

3. Der Traditionelle Minimalist

4. Der passive Zauderer

5. Der selbstkritisch Interessierte

Wie man sieht, sind vor allen Dingen zwei Zielgruppen innerhalb dieser Kategorisierung von imenser Bedeutung für die Fitnessstudios bzw. auch für Physiotherapeuten, die sich im Zweiten Gesundheitsmarkt orientieren wollen.

Die Chancen ganz neue Betätgungsfelder zu entwickeln und diese zum Nutzen des Kunden aber auch finanziell erfolgreich umzusetzen sind groß. Doch dafür   - und davon bin ich überzeugt - ein ganz neues Denken einsetzen:

1. Fitnessstudios

Fitnesstudios müssen davon abrücken zuerst die Marge und Gewinn zu sehen, da Fitnessstudios rein kommerziell ausgelegt sind, der Tiefgang oft fehlt, und der Kunde, sobald er mal als "Fitnessstduio Mitglied "fixiert"" ist, nicht mehr im Mittelpunkt des Handelns steht. Denn die neuen Kunden sind selbstkritisch und kritisch gegenüber dem wofür sie zahlen und verfügen über ein äußerst gutes Netzwerk beruflicher und privater Art. Dieser Umstand kann zum Vorteil eines Fitnessstudios aber auch zu seinem Nachtei ausgelegt werden, wenn eben hier etwas nicht stimmt. Authentizität , der Wille zum exzellenten Service und das tiefe, notwenige Fachwissen fehlt.

2. Physiotherapeuten

Das andere Extrem - um es mal so zu nennen - sind die Physiotherapeuten.  Physiotherapeuten denken überwiegend nur an ihre Patienten, bei manchen hat sich geradezu ein behandlungswürdiges Helfersyndrom  entwickelt. Ja es ist beklagenswert, dass Gesetzliche Krankenkassen auch bei den Physiohterapeuten Leistungen immer mehr einschränken, zuletzt bei der Abrechnung der Lymphdrainagen Versorgung. Da kommt noch mehr und da hilft jammern wenig. Physiotherapeuten müssen lernen effizien ökonomisch zu denken, da führt kein Weg daran vorbei. Und der Weg,  der führt in Richtung des Zweiten Gesundheitsmarktes.

 

 

 

 

 

 

 

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