Besuche uns auf Facebook
DE
  • DE
  • EN
  • ES


Was ist eigentlich Kraftsport?

11 Fragen und Antworten für Interessierte


Kraftsport dient dem Aufbau trainierter und definierter Muskeln (Bildquelle: Flickr.com © Lin Mei (CC BY 2.0)).

Machos mit Armen wie Gorillas, verschwitze Bodybuilding-Hallen und muskelbepackte Frauen in Bikinis - Dieses Bild haben viele Menschen im Kopf, wenn das Wort "Kraftsport" fällt. Wie bei vielen derartigen Assoziationen handelt es sich jedoch auch bei diesen Einschätzungen um Vorurteile, die aus allgemeinen Eindrücken, Unwissenheit und Fehlinformationen entstehen. Aber was genau ist eigentlich Kraftsport?



Inhaltsverzeichnis:

1. Ein Sporttrend der anderen Art
2. Überblick über den Sport
 
2.1 Was ist Kraftsport?
2.2 Wer betreibt diese Sportart?
2.3 Warum ist Kraftsport bei Männern beliebter?
2.4 Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
2.5 Warum wird Kraftsport so häufig kritisiert?
 
3. Trainingsprogramm und Trainingserfolg

3.1 Wie sieht das Training aus?
3.2 Was sind die Ziele dahinter?                
3.3 Wann sind diese Ziele erreicht?
3.4 Wie wird der Erfolg gemessen?
 
4. Nützliche weiterführende Informationen

4.1 Welche Ernährung braucht der Körper?
4.2 Was sollte außerdem beachtet werden?
 

1.    Ein Sporttrend der anderen Art

Sport war und ist bei den Deutschen beliebt. Nicht nur professionelle Sportler laufen zu Höchstleistungen auf, auch viele Privatpersonen gehen in ihrer Freizeit körperlichen Ertüchtigungen nach. Je nach persönlichen Präferenzen wird die eine oder andere Sportart dabei bevorzugt. Das hat 1.009 Bundesbürger über 18 Jahren gefragt, mit welcher Sportart sie sich fit halten. Das Ergebnis fiel wie folgt aus:
 
• Fahrradfahren, Mountain Bike, Radrennsport:  32 %
• Aerobic, Fitness-Training, Gymnastik:   24 %
• Joggen, Laufen, Marathon:   22 %
• Wandern, Walking:  18 %
• Schwimmen: 17 %
• Kraftsport, Bodybuilding:  7 %
• Fußball:  5 %                
 
Während die meisten der hier aufgelisteten Sportarten gängig und bekannt sind, fällt vor allem die Kategorie „Kraftsport, Bodybuilding“ auf.  Zum einen scheint diese auf dem ersten Blick keine vertraute und alltägliche Beschäftigung zu sein und zum anderen sind damit Bilder extremer Sportler-Beispiele verknüpft. Gebräunte Haut und übermäßige Muskelmassen, die zur Schau gestellt werden, sind die häufigsten davon. Hinzu kommt, dass der Sport weniger mit Deutschland und mehr mit beispielsweise den USA assoziiert wird. Überraschend ist es also, dass diese fremde Fitnessoption von ganzen 7 % der Bevölkerung hierzulande genutzt wird. Sie erfreut sich damit größerer Beliebtheit als Fußball, das hingegen jedem Kind bekannt ist.

Was genau verbirgt sich also hinter diesem Sport? Für den unwissenden, aber neugierigen Interessierten stellt sich eine Vielzahl an Fragen. Die häufigsten von ihnen sollen nachfolgend beantwortet werden.

2. Überblick über den Sport

2.1   Was ist Kraftsport?


Wie der Name schon verrät geht es in dieser Sportart um Kraft. Kraft wird durch die Muskeln im Körper beziehungsweise durch ihren gezielten Einsatz erzeugt und nutzbar gemacht. Kraftsport bezeichnet also einen Sport, in dessen Zentrum die Förderung und der Aufbau von Muskelgewebe stehen. Das ermöglicht dem Sportler und seinem Körper sowohl immer länger zu trainieren als auch immer stärkere Gewichte dafür zu verwenden. Der systematische Aufbau von Muskeln geht einher mit dem systematischen Aufbau der Leistungsfähigkeit.

Übrigens: Kraftsport ist nicht gleichbedeutend mit Bodybuilding, aber durchaus ein Teil davon. Bei diesem steht eher die Körpergestaltung im Vordergrund, weswegen eine spezielle Art des Muskelaufbaus vorgenommen wird.

2.2  Wer betreibt diese Sportart?

Entgegen vieler Vorurteile wird dieser Sport nicht nur von übermäßig trainierten Fitnessexperten betrieben. Auch viele Personen durchschnittlicher Größe und Statur begeistern sich – unabhängig von ihrem Alter – für den Kraftsport. Er ist geeignet für alle, die ein Interesse daran haben, die Leistungen ihres Körpers beziehungsweise ihre Muskelkraft zu optimieren. Außerdem verbrennt Kraftstoff wie andere Sportarten auch viele Kalorien. Der Körper ist schlanker und trainierter. Es ist zu beobachten, dass mehr Männer als Frauen dieser Sportart nachgehen.

2.3   Warum ist Kraftsport bei Männern beliebter?

Gängigen Schönheitsidealen der modernen Gesellschaft zufolge sollte ein Mann über einen trainierten beziehungsweise muskulösen Körper verfügen. Dieser symbolisiert Stärke und diese ist beim männlichen Geschlecht seit jeher erwünscht, da sie die Fähigkeit suggeriert, Partnerin und Nachwuchs schützen zu können. Hinzu kommt, dass es Männern aufgrund ihres Testosteronspiegels leichter als Frauen fällt, Muskelmasse aufzubauen. Die Trainingsmethoden für beide Geschlechter variieren im Kraftsport jedoch nicht.

2.3  Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Da besonders im Kraftsport ein stufenweiser Ausbau des Trainings vorgesehen ist, sind zu Beginn keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen. Allerdings sollten aufgrund der Anstrengungen und der angepassten Ernährung, auf die unter 4.1 gesondert eingegangen wird, unter Umständen Rücksprache mit dem Hausarzt oder einem spezialisierten Sportmediziner gehalten werden. Er kann ganz individuell nützliche Hinweise oder Tipps geben.

2.4 Warum wird Kraftsport so häufig kritisiert?

Kraftsport steht häufig dann in der Kritik, wenn er zu intensiv ausgeübt wird. Wer sich nicht an einen Trainingsplan hält, der den eigenen Leistungen und dem eigenen Körper gerecht wird, überfordert sich schnell. Muskelschmerzen, Krämpfe und im schlimmsten Fall auch Kreislaufbeschwerden sind die Folge. Darüber hinaus stören sich viele an den streng gehaltenen Ernährungsvorschriften. Diese greifen ganz besonders in den Phasen, in denen effektiv das Muskelgewebe aufgebaut wird. Soll es im Gegensatz dazu nur gehalten werde, sind Lockerungen eher denk- und umsetzbar, sofern diese seitens des betroffenen Sportlers gewünscht sind.

3. Trainingsprogramm und Trainingserfolg

3.1  Wie sieht das Training aus?


Vor jeder Trainingseinheit ist es wichtig, den Körper entsprechend aufzuwärmen. Auf diese Weise wird nicht nur die optimale Funktionsfähigkeit der Muskeln gewährleistet, sondern diese werden auch vor Überanstrengung und Überdehnung geschützt. Wichtig ist dann, dass mit kurzen Trainingseinheiten begonnen wird. Sie beinhalten kleine Gewichte und wenige Wiederholungen der gleichen Übung (z.B. Hanteltraining). Je erfahrener der Sportler ist und je trainierter sein Körper, desto mehr können die Übungen ausgedehnt werden. Auch die Gewichte dürfen im Laufe der Zeit schwerer werden. So wird der Aufbau der Muskeln Schritt für Schritt vorangetrieben.

Neben sogenannten Muskelaufbauphasen sind Phasen existent, die das Halten der momentanen Muskelmasse vorsehen. In diesen soll dem Namen entsprechend nicht weiter aufgebaut, sondern gleichbleibend und ohne Steigerung weitertrainiert werden.

3.2   Was sind die Ziele dahinter?    
             

Kraftsport kann ein Teil des Bodybuildings sein. Es kann ebenso dafür genutzt werden, um Muskeln für das Gewichtheben aufzubauen. In vielen Fällen jedoch steht das Interesse der Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Sportlichkeit vom Körper im Fokus des Sportlers. Da Kraftsport auch das Immunsystem aufbaut und eine ausgewogene Ernährung empfiehlt, unterstützt diese Sportart außerdem einen gesunden Lebensstil.

3.3  Wann sind diese Ziele erreicht?

Eine finale Ziellinie kann nicht pauschal festgesetzt werden. Jeder Sportler entscheidet für sich selbst, was er erreichen und leisten möchte. Er setzt sich seine Ziele damit eigenständig, muss jedoch die Grenzen seines Körpers beachten. Außerdem spielt Zeit eine Rolle. Sie wird für den gezielten Muskelaufbau benötigt. Wenn sie fehlt, kann das Erreichen einer Zielvorstellung sehr lange andauern oder gar unmöglich werden.  

3.4    Wie wird der Erfolg gemessen?

Es gibt sowohl nationale als auch internationale Wettbewerbsveranstaltungen in Sachen Bodybuilding und Gewichtheben. Die zu erfüllenden Voraussetzungen variieren je nach Leistungsart. Während beim Bodybuilding primär die tatsächliche Körpergestaltung bewertet wird, zählt beim Gewichtheben die pure aufgebrachte Kraft. Kraftsport alleine ist als Wettbewerbskategorie schlecht messbar, weshalb sich im Regelfall auf eine der beiden zuvor genannten Richtungen spezialisiert wird. Betrachtet und bewertet werden unter anderem Faktoren wie Muskelstruktur, Muskelkoordination und Ernährungszustand des Sportlers.
Übrigens: Auch Armdrücken zählt zu einer Art des Kraftsportwettbewerbs.

4.    Nützliche weiterführende Informationen

4.1   Welche Ernährung braucht der Körper?
 
Im Kraftsport ist auf eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung zu achten. Für den Muskelaufbau wird viel Eiweiß (Proteine) benötigt. Es lässt sich in Fisch, Fleisch und in Milchprodukten finden. Damit der Körper ausreichend Energie zur Verfügung hat, ist er auf Kohlenhydrate angewiesen. Diese gewinnt er unter anderem aus Brot, Reis und Nudeln. Zusätzlich sollten alle wichtigen Vitamine (A – D) und Mineralstoffe (z.B. Eisen, Magnesium) im ausreichenden Maß über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. So wird nicht nur der Bedarf gedeckt, sondern es werden auch die Stoffe ersetzt, die durch starkes Schwitzen verloren gehen. Fett und Zucker sind nur in geringen Mengen zuzuführen.

Aufgrund der zielgenauen Beanspruchung sind die Muskeln auf eine besondere Behandlung angewiesen. Sie muss gewährleisten, dass immer genug Energie zur Verfügung steht und der gesunde Aufbau an Masse erfolgen kann. Die meisten Bedürfnisse der Muskelfasern lassen sich über eine entsprechende Ernährung stillen, allerdings ist die Supplementation, also die Einnahme von Nährstoffen, im Kraftsport nicht unüblich. Sachkundige Hersteller und Händler von Supplementen (auch: Nahrungsergänzungsmittel) bieten ihren Kunden viele Informationen rund um das Thema Muskelaufbau und Ernährung an. So können auch bei Unsicherheit geeignete und förderliche Präparate gefunden werden.
 
4.2    Was sollte außerdem beachtet werden?

Der menschliche Körper ist keine Maschine. Er braucht Ruhepausen und Erholung, doch besonders im Kraftsportbereich kommt es nicht selten zu Überanstrengung und Überforderung. Die Gründe hierfür sind Ehrgeiz und der Wunsch, möglichst schnell an das persönliche Ziel zu gelangen. Mit einem gut ausgearbeiteten Trainings- und Ernährungsplan kann eine solche Problematik jedoch umgangen werden. Allem Ehrgeiz zum Trotz spielen die Gesundheit des Sportlers und sein Wohlbefinden eine große Rolle im Kraftsport.
 

  1. Bildunterschrift: Kraftsport dient dem Aufbau trainierter und definierter Muskeln (Bildquelle: Flickr.com © Lin Mei (CC BY 2.0)).
  2. Bildunterschrift: Hanteln werden oft und viel im Kraftsport verwendet (Bildquelle: Flickr.com © Keith Ramsey (CC BY-SA 2.0)).
  3. Bildunterschrift: Protein-Shakes können helfen, den hohen Eiweißbedarf zu decken (Bildquelle: Wikipdia.org © Sandstein (CC BY 3.0)).
Literaturquellen:

http://www.t-online.de/ratgeber/freizeit/sport-fitness/id_48566130/kraftsport-regelmaessiges-training-fuer-den-muskelaufbau.html

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/247219/umfrage/beliebte-sportarten-zum-erhalt-der-fitness/

http://www.peak.ag/catalog/muskelaufbau-machen-training.php

http://www.muskelaufbau-info.net/

 

zurück zu den Artikeln


0 Kommentare

Kommentar verfassen

Logge Dich ein, um eine Kommentar zu verfassen.

verbergen
Registriere Dich kostenlos bei Fitness.com, um Kommentare schreiben zu können. Wenn Du bereits registiert bist, logge Dich hier ein.