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Kolumne von Personal Coach Morris Lee - Teil 10

Die Kids hängen nur noch vor dem Rechner rum.


Ist es ein Vorurteil, das die Jugend nur noch vor dem Rechner sitzt, sich die Kids mit den neusten Computerspielen so intensiv beschäftigen, dass kein Platz mehr für Bewegung und Sport bleibt? Entscheidet selbst. Meine Erfahrungswerte geben mir jedenfalls Anlass, dieses Thema sehr ernst zu nehmen.

Vielen Eltern fehlt einfach die Zeit, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen

Ich habe mich mit vielen Eltern über dieses Thema unterhalten und eine klare Gemeinsamkeit festgestellt. Vielen Eltern fehlt einfach die Zeit, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen .- Wenn klein Bernd kein Spaß am Fußballspielen hat und klein Hannah der Schwimmverein nicht liegt, dann haben wir doch als Eltern keine Chance, denn mehr Vereine gibt es in der Nähe nun mal nicht-, so die Aussagen vieler Eltern. Auch dass die Kinder in der Schule doch genug Sport haben, habe ich oft von Eltern gehört.

Mich als Personal Coach beunruhigen solche Aussagen sehr und da ich grundsätzlich das Wort Problem durch das Wort Aufgabe ersetze, recherchierte ich in den Vereinen nach. Ich schaute nach Angeboten, nach Möglichkeiten und wie sie genutzt werden.

Dass die Kinder in der Schule doch genug Sport haben, habe ich oft von Eltern gehört.

Ja, es ist oftmals nicht einfach, da das Angebot erschreckend gering ist und ja, mit Marketingstrategien überschlagen sich Städte und Vereine nicht  gerade. Aber das kann doch nicht Resignation zur Folge haben, wenn es um die Gesundheit und Fitness der Kinder geht!!!!
Ich habe ebenso mit einigen Sportlehrern und Pädagogen darüber gesprochen und bitte, Ausnahmen gibt es sicher, erschreckendes vorgefunden. Fragt mal einen Jugendlichen, wie viel Liegestützen er schafft. Wenn er eine Zahl über 2 nennt, haltet diesen Exoten fest, er ist etwas Besonderes! Der Sportunterricht wird immer anspruchsloser und oftmals erfahren die Kids weder einen gesunden Wettkampfcharakter, noch verstehen sie den Mannschaftsgeist und Körpergefühl ist etwas unverschämtes.

Lasst es nicht zu, dass Kids in eine bewegungsarme und ungesunde Zukunft gehen.

Bei all diesen Voraussetzungen ist handeln, nicht verzweifeln angesagt. Lasst es nicht zu, dass Kids in eine bewegungsarme und ungesunde Zukunft gehen. Nicht jeder Weg muss mit dem Bus, nicht jede Treppe durch den Aufzug ersetzt werden. Wir älteren sollten grundsätzlich als Vorbild fungieren und ein Sonntag kann auch mal mit einer spannenden Wald und Wiesen Challenge bereichert werden, was für die Familie einen riesen spaß bedeutet, glaubt mir!
Man kann im Alltag so viele sportliche Elemente mit einbauen, es bedarf nur ein wenig nachdenken und umplanen.

Auch kann man sich mit Nachbarn und Freunden verbünden und unterschiedlichste Sportevents veranstalten, bei denen die Kids Sport mit Spaß erfahren und so Gefallen an Bewegung und Gesundung empfinden.

Eine kleine Wiese, ein Stück Wald oder ein Feld reichen aus, Sport mit Spaß und Varianten aller Art zu betreiben

Wenn es kein Sportverein in der Nähe gibt, wenn die Fitness Studios (leider ist das bei fast allen so) keine Programme für Kids anbieten, wenn alle anderen Optionen zu teuer sind, dann verbündet Euch im Freundes-, Bekannten-, oder Nachbarschaftskreis. Zwei bis drei mal in der Woche wechselt der Verantwortliche und somit hat immer eine andere Zeit, eine Stunde mit den Kids der Umgebung etwas zu machen. ; Man braucht keine teuren Geräte, keine top Räumlichkeiten. Eine kleine Wiese, ein Stück Wald oder ein Feld reichen aus, Sport mit Spaß und Varianten aller Art zu betreiben.

Ein paar Bälle, Seile, Besen und ähnliches lassen sich perfekt als Trainingswerkzeug umfunktionieren. Denkt nach, kreiert Übungen und sucht Euch Rat und Hilfe bei Profis, die Euch sicher gerne Tipps geben, wenn es um die Kids geht.Also, statt die Jugend zu verurteilen, dass sie nur noch vor dem Rechner und dem TV sitzen, bietet Alternativen, schafft Möglichkeiten und bindet Euch selbst aktiv mit ein.

Wettbewerb: Fittester Bewohner der  Straße.

In Kürze mache ich in der Nachbarschaft den ersten Treppenmarathon für Jung und Alt, die Eltern backen gesunden Kuchen, die Väter bauen ein Zelt im Vorgarten auf und ein Nachbar spielt Gitarre. Eine Stunde lang rennen die Kids die Treppen hoch und runter, müssen in den einzelnen Stockwerken Denksportaufgaben und ähnliches meistern und der Sieger trägt ein halbes Jahr den Titel: Fittester Bewohner der  Straße.
Und was bereitet Ihr vor?

Viel Spaß bei dem Start in eine fitte und spannende Zeit, Euer Personal Coach Morris Lee

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