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Unser Test: Die Radbrille Cratoni Highfly


Frisch von der Eurobike erhielt ich das neueste Modell „ Highfly“ aus der Radsportserie vom Helmspezialisten Cratoni zum testen.

Hohe Erwartungen

Die Erwartungshaltung nach der Eurobike war sehr hoch, gerade da photochromatische Gläser seit längerem auf dem Markt sind und immer wieder starke Kontroversen ob ihrer Sinnigkeit provozieren. Es gibt ja viele Hersteller, mit mehr oder weniger, guten Modellen und Variationen der „sich-selbst-tönenden“ Gläser.

Unboxing. Die Spannung steigt

Schon das obligatorische „Unboxing“ entwickelte sich zum AHA Effekt: Eine hochwertige Verpackung offenbarte eine kleine, perfekt angepasste Transportbox mit praktischen Karabinerhaken. In der Box befand sich die Brille, mit einem Transport- und Reinigungsbeutel.
Der erste Eindruck verblüffte mich sofort: ein Nichts von Brille mit einem sagenhaften Gewicht von nur 26 Gramm und einer sehr ansprechenden und sportlichen Form.

Flesibel sein

Die Nasenbügel lassen sich, genauso wie die Ohrbügel, durch leichtes Biegen in eine andere Stellung verändern und somit perfekt auf die eigene Gesichtsgeometrie anpassen. Mir passte die Brille auf Anhieb. Auch unter den Helm passt sie perfekt; sie liegt nicht zu eng an den Schläfen an und scheuert dennoch nicht dauernd an den Helmriemen, so dass sie während der Fahrt nicht durch einen, sich bewegenden Helm, bewegt wird; was bei mir durchaus schon für gefährliche Situationen gesorgt hat.

Cratoni stuft die Schutzklasse der Gläser in die Kategorie 1-2 ein, d.h. die Farben des Glases wechseln von Orange in ein helles Grau, je nach Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung.
Für die kalte und dunkle Jahreszeit bietet sich ein solches Glas ja perfekt an, gerade weil die schnell wechselnden Lichtverhältnisse ja immer andere Anforderungen an die Gläser stellen um eine perfekt Schutz und Sichtwirkung zu haben. Ein ständiges Wechseln der Gläser ist auf der Tour ja nicht realistisch, daher bietet sich ein „Photochromatisches“ Glas ja perfekt an, solange es das halten kann, was es verspricht: nämlich schnelle und sichere Abdunkelung.

Gerade dieses Feature war es, was mich besonders reizte an der neuen Brille aus dem Hause Cratoni. Die helle Farbe des Glases machte mich anfangs skeptisch, aber gerade diese stellte sich mit der Zeit als goldrichtig heraus.

Die erste Testfahrt

Die erste Testfahrt begann bei leichter Bewölkung, durchquerte einen massiven Regenschauer und endete bei strahlendem Sonnenschein: Die Scheibe dunkelte sich mehrfach zwischendurch unmerklich! ab und klarte sich bei Bedarf auch wieder auf. Diese Vorgänge passieren ohne dass man es aktiv wahrnimmt, man fühlt sich jederzeit perfekt geschützt und wird nie geblendet.
Lediglich bei schnellen Lichtwechseln zwischen schattigen Waldpassagen und sonnigen Abschnitten kommt es zu kleinen Verzögerungen bis der jeweilige ideale Tönungsgrad erreicht war; aber das ist bei allen Photochromatischen Gläsern so und lässt sich systembedingt nicht ändern.

Die komplette Abdunkelung findet in 11 Sekunden statt, was meiner Erfahrung nach einen Spitzenwert darstellt und sich nicht so leicht übertreffen lassen wird. Ob der Verdunkelungsgrad ( bzw die Schutzstufe ) der Scheibe im Hochsommer oder im Gebirge bei gleissendem Licht auf dem Gletscher ausreichen wird, kann ich erst nach den entsprechenden Tests sagen; für die aktuellen Lichtverhältnisse ist sie aber meiner Meinung nach perfekt geeignet.

Der Anti Fog Effekt

Die Gläser verfügen am oberen Rand über kleine Belüftungsschlitze, die man beim Tragen der Brille aber schon nach 2-3 Minuten nicht mehr wahrnimmt. Diese sollen die „ Anti-Fog“ Beschichtung von Cratoni unterstützen, welches ein Beschlagen der Scheibe verhindern soll. Gerade dieses Versprechen ist immer schwer zu halten, da gewisse Grenzen der Physik nicht verändert werden können. Also unterzog ich die Brille einigen Tests um eine Beschlagwirkung zu provozieren: sofortiges Anhalten nach einem Sprint, tiefes vornüberbeugen nach der Ausfahrt, gezieltes Atmen nach oben,....

Alles ohne Erfolg: die Gläser beschlugen einfach nicht! Bis dato konnte ich eine solche Reaktion bei noch keinem Glas erzielen!   Wie sich das ganze bei niedrigeren Temperaturen entwickeln wird, wird sich zeigen aber wie gesagt: die Grenzen der Physik bleiben bestehen.

Positiv muss ich ebenfalls die Wirkung der „Belüftungsschlitze“ hervorheben: diese gewährleisten einen steten aber unaufdringlichen leichten Zug rund ums Auge, was ich als sehr angenehm empfand, obwohl ich eigentlich sehr empfindliche Augen habe!

Souveräner Halt - Perfekt!

Ausserdem fiel mir während all meiner Testfahrten der perfekte und souveräne Halt der Brille auf: sie verrutschte nie und machte alle Bewegungen des Kopfes perfekt mit; selbst schnelle Kopfdrehungen konnten ihr nichts anhaben und sie blieb stets an der selben Stelle.

Auch das Handling nach der Fahrt war durchweg positiv und kinderleicht zu handhaben: kleine Dreckspritzer ließen sich einfach unter dem Wasserhahn abspülen, ohne manuell unterstützen zu müssen. Einmaliges Abtrocknen mit dem beiliegenden Reinigungsbeutel reichte aus um eine perfekte Sicht wieder zu erlangen.

Alles in allem fällt mein Fazit durchweg positiv aus: perfekter Halt der Brille, schnelle und sichere Abdunkelung der Gläser, sportliche Optik sowie ein perfektes Handling lassen für mich nur einen Schluss zu: Kauftipp!!! Zu einem solchen Preis ist es für mich derzeit die beste Brille auf dem Markt.

Technische Daten laut Hersteller:

Photochromic Scheibe
Verstellbare Nasenbügel gummiert
Schutzstufe 1-2
Inkl. Mikrofaserbeutel für Aufbewahrung und Reining
Inkl. Hardcase
100% UV Schutz

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