Besuche uns auf Facebook
DE
  • DE
  • EN
  • ES


Auto gegen Fahrrad - ein guter Tausch!

Wenn Technikfans das Herz höher schlägt


Haibike auf der Eurobike 2012

Seit etwa einem Jahr bin ich jetzt beruflich auch in der Fahrradbranche "unterwegs", ein völlig neues Arbeitsgebiet. In meiner Familie gibt es jede Menge Biker, ich konnte dem Drang des Fahrradfahrens immer widerstehen, auch wenn mein Bruder und mein Neffe mir immer von den mehrtägigen Fahrradtouren erzählten, die sie ein einige Male  pro Jahr mit Freunden gemeinsam veranstalteten.  Passionierte Rennrad Biker habe ich auch  in meinem Freundeskreis...

Langsam musste ich also etwas tun um meine Wissensdefizite  auszugleichen, einerseits ja von mir erwartet wird, dass ich beruflich mir berufliche eine Basis der Materie erarbeite, andererseits wollte ich mich auch nicht bei meinen  Freunden in die Gefahr. So stürzte ich mich dann in die Fahrrad Materie. 

Auch steht bei mir die Überlegung an, zwar mein Auto nicht komplett gegen ein Fahrrad auszutauschen, doch zumindest meine "Staatskarosse einer Nobelmarke" gegen einen kleineren Wagen zu tauschen, da diese inzwischen ein einsames und unerfülltes Leben vor meiner Haustür verbringt. Grund sind die hohen Spritpreise, bei denen man sich ständig überlegt, ob man die Tour auch wirklich macht.  Um trotzdem mobil zu sein, und weil der Körper  bei einer stressigen Bürotätigkeit  geradezu nach Bewegung schreit,  sollte ein Bike her. 

Reicht mir eine "City-Cruiser", also ein Fahrrad mit dem man hauptsächlich zum Einkauf unterwegs ist und ab und zu auch mal ne längere Strecke bis zum Bauerngehöft /Bauernladen über Land machen kann, soll es ein Mountainbike sein, weil diese äußerst robust gearbeitet sind, so daß es wesentlich vielfältiger einsetzbar ist? 

Trecking-Bikes sind nicht so mein Ding, finde ich eher "uncool," auch stylisch  machen sie mich nicht an.  Und der Rennbiker bin ich auch nicht unbedingt. Letztendlich hatte ich mich für ein Mountainbike entschieden. Zukünftig werde ich mich vielleicht sogar für ein "Zweitbike" entscheiden, nach dem Motto: Ein Bike für jeden Anlass - Die Technik der E-Bikes ist inzwischen ausgereift und die "Finanzierung" ist bei einem kleineren Auto dann "ein Leichtes".

Dann begann die Qual der Wahl, denn im Gegensatz zu gut gebrandeten Automarken fällt es "mir" Kaufwilligen schwer sich in der Vielzahl der Fahrradmarken zurechtzufinden und mich für das richtige Bike zu entscheiden.

Auf Fitness.com habe ich ja bereits einige Artikel zum Thema Fahrrad geschrieben, nach und nach werde ich einige Themen aufgreifen, und auch aus der schier unzähligen Zahl von Fahrradmarken (auf der letzten Messe habe ich über 500 gezählt!) nach und nach einige Marken, die mir aufgefallen sind, vorstellen.  Gute Beratung gibt es nicht nur beim Fachhändler, auch Onlineshops helfen bei der richtigen Auswahl gerne weiter. An dieser Stelle möchte ich den Bike-Webshop nennen, da auch preislich hier alles stimmt und es auch immer wieder Fahrrad Specials hier gibt.

Was mir zudem wichtig war, war die Zuverlässigkeit. Was Reparaturen betrifft, zugestanden, habe ich zwei linke Hände, was mir von meiner, für den sensiblen zwischenmenschlichen Umgang nicht gerade berühmte nähere Familie, des Öfteren bestätigt wurde. Zudem finde ich einen platten Reifen beim Auto zu tauschen wesentlich einfacher als bei einem Bike.

Was Auto fahren und Rad fahren gemeinsam haben

Auto und Fahrrad  - da sind mir einige Parallelen eingefallen. Bei Autos gibt es zum Beispiel Flat Tires (pannensichere Reifen), mit denen man noch mit plattem Reifen  bis zu 100 KM weit fahren kann, selbst wenn die Luft raus ist, zumindest bis zur nächsten Werkstatt.  Hersteller spart sich das Reserverad, das in den meisten Fällen eh niemals gebraucht wird, und unnötig den Kofferraum verkleinert.  Hand aufs Herz, Machodenken war nie angebrachter als hier: Reifenwechsel ist überwiegend immer noch Männersache, obwohl ich einige Schönheiten kenne, die selbst zum Schleiffix greifen und bei Tuning-Wettbewerben teilnehmen. Ausnahmen bestätigen halt die Regel. 

Moderne Fahrradreifen sind "unplattbar"

Etwas Ähnliches gibt es auch bei den Fahrrädern, nämlich pannensichere Reifen.  Hier allerdings ist das Prinzip anders. Die Fahrradreifen haben eine "zweite Schicht" direkt unter dem Profil, eine elastische Kautschukeinlage, bei manchen Herstellern auch "Breaker" genannt. Doch im Gegensatz zum Autoreifen, sollen sie nicht bei einer Reifenpanne die Mobilität bis zur nächsten Werkstatt sicherstellen, der "Breaker" soll die Reifen auf Dauer  "vor der Diagnose platter Reifen schützen.

Fahrradreifen sind ja grundsätzlich viel, viel dünner als Autoreifen, doch beide teilen sich die gleiche Umwelt: Scherben auf der Straße, verlorene Schrauben, rostige scharfe Kellergitter.  Wenn man jetzt noch daran denkt,  welche "UnWEGbarkeiten" wie Wurzelwerk, Granitkanten, die aus dem Waldboden gefährlich und messerscharf hervorluken und diese  seinem Mountainbike enthusiastisch zumutet .... kann einem ein platter Reifen doch glatt den Tag versauen.

Ein Technikherz das höher schlägt - beim Fahrrad:

Und noch etwas hat Auto und Fahrrad gemeinsam, Hersteller unterhalten Rennteams, nutzen Rennen als Marketingtool für Ihr Markenbranding ... Ich persönlich finde Autorennen ziemlich "unsinnig" - habe ich mir gerade Feinde gemacht? Sich als Fahrradhersteller als Sponsor  am Radrennsport  bei Rennen und Teams zu beteiligen,   macht dagegen meiner Meinung nach sehr viel Sinn. 

Direkt vom Fahrradrennen auf die Hobbystrecke

Viele Innovationen, neue Techniken bei Bremsen, Gangschaltung, neuen High Tech Materialien für den Rahmen, die sich an modernen Fahrrädern Jahr für Jahr wiederfinden, wurden oft für den Profisport entwickelt, weil es hier auf höchste Zuverlässigkeit, Qualität und Leistungssteigerung durch technische Innovationen ankommt (wohlgemerkt nicht um die Art von Leistungssteigerung weswegen der Renn-Radsport in "Dauerverruf" steht - zurecht aber schade!).

Kürzlich fiel mir die Website von Haibike auf, einer der Giganten der Fahrradbranche, zu dem auch weitere bekannte Bike Brands . So gehören  zum Firmenportfolio der Winora-Group auch "Winora Bikes" oder "Staiger Bikes "  und eben "Haibike" Sabine Spitz hat erst kürzlich wieder eine Medaille "für Ihren  Stall, hochdeutsch Team" eingefahren, nicht im Radrennsport sondern in einem Mountainbike-Rennen. 

Sabine Spitz

Sie ist sowieso der Star,  im deutschen MTB Sport, die erfolgreichste Mountainbike Sportler der Welt. In erster Linie gehört zum Gewinnen natürlich das "Ausnahmetalent", ein wenig Glück zugegeben - und ganz sicher auch die richtige Technik. Die höchstmögliche Perfektion, die man in ein Bike stecken kann, um eben in einem alles von Mensch und Maschine forderndem Rennen schlussendlich auf dem Siegertreppchen zu stehen... so wie man es mit  Sabine Spitz erleben konnte.

Ein weiteres Votum für meine Entscheidung für das für mich richtige Bike. Ich hoffe man merkt dass, ich mich mehr und mehr für den Radsport begeistern kann. Es wird also nicht mein letzter Artikel gewesen sein zum Thema Fahrrad. Nach und nach versuche ich auch weitere Aspekte meines neuen "Fahrrad-Lebens" zu beleuchten. Schritt für Schritt.  Zurückgelegter Kilometer für Kilometer.

zurück zu den Artikeln


0 Kommentare

Kommentar verfassen

Logge Dich ein, um eine Kommentar zu verfassen.

verbergen
Registriere Dich kostenlos bei Fitness.com, um Kommentare schreiben zu können. Wenn Du bereits registiert bist, logge Dich hier ein.