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Macht es Sinn für ein Fitnessstudio gebrauchte Geräte zu kaufen?


Nicht jeder Studiobesitzer verfügt heutzutage über einen fitten Geldbeutel, sondern muss hart kalkulieren. Für ihn stellt sich früher oder später bei der Geräteanschaffung die Frage: Lohnt es sich gebraucht zu kaufen?

Macht der Kauf von Gebrauchtgeräten für die Eröffnung eines Fitnessstudios Sinn?
 
 Bei den heutigen Kauf- oder Leasing-Konditionen und dem Entwicklungsstand der Geräte sollte man sich auf jeden Fall für Neugeräte entscheiden. Sie sind durch die derzeitigen Rabattleistungen der Firmen nur unwesentlich teuerer als gleichwertige Gebrauchtgeräte. So werdenn z. B. 30 Prozent Rabatt bei Grosseinkauf von einem Hersteller geboten. Geräte-Leasing, das ist eine wirtschaftliche Frage, bei der im Zweifelsfall ein kompetenter Steuerberater das letzte Wort hat.

Anders ist der Fall bei Einzelgeräten gelagert. Da ist es schon eher möglich, spezielle Ausführungen auf dem Gebrauchtgerätemarkt zu bekommen, die momentan weder hinsichtlich Funktionalität noch Qualität auf dem Neumarkt zu finden sind, wie z. B. die bilaterale Beinpresse, die urspgl. von Dr. Axel Gottlob gebaut wurde.

Wenn ein Studio grundsätzlich mit Gebrauchtgeräten aufgebaut worden ist, ist es wichtig, dass der Studiobesitzer und/oder die Trainer über ausreichende maschinenbauliche Kenntnisse verfügen, um z. B. Lager auszutauschen, mit Passungen zu arbeiten oder die Zugfestigkeit von Bändern und Seilzügen optimal zu justieren. Zusätzlich sollten auch Kenntnisse im Bereich der Oberflächenbehandlung (Stichwort: aggressiver Handschweiss, Schlagfestigkeit der lackierten oder beschichteten Oberfläche) und im Umbau von Griffanordnungen vorhanden sein. - Sind diese Bedingungen erfüllt, kann man dem Kunden durchaus qualitativ hochwertige Gebrauchtgeräte zur Verfügung stellen. Nur kann man leider nicht die grundsätzliche Biomechanik eines Gerätes verbessern.


Worauf muss man beim Gebrauchtgerätekauf achten? 
Auf die Qualität der Geräte, d. h. vor allem auf den Zustand der Lager und Führungsstangen sowie von Bändern und Seilzügen, dann natürlich auf die leichte Bedienbarkeit und adäquate Funktionalität. Wie beim Auto ist es auch notwenig, dass die Geräte regelmässig gewartet wurden, dass Ersatzteile immer noch gut zu bekommen sind, dass die Verschraubung im metrischen System gehalten ist. Die Geräte sollten nicht unbedingt über Kettenzüge laufen, da sie in der Wartung etwas aufwendiger und komplexer sind. Und der aktuelle Geräte-TÜV bezieht sich nur darauf, wie sicher ein Gerät in der Anwendung ist. Die Fachleute, die dies beurteilen, sind meist  jedoch nur auf dem Technikbereich kompetent, haben aber keine Ausbildung im Bereich der funktionellen Anatomie, deshalb müsste eine andere Form der Qualitätsabnahme eingeführt werden.

Wo besteht vor allem eine Reparaturanfälligkeit bei Gebrauchtgeräten ? 
Bei Lagerungen und Laufflächen sowie bei den Polstern, die an der Oberfläche aufbrechen können, weil häufig der im Schweiss enthaltene Talk den Weichmacher aus dem Polster zieht und damit das Material brüchig macht. Ebenso bei den Lackflächen, die Gebrauchsspuren zeigen. Allerdings schadet heutzutage eine unsachgemässe Bedienung qualitativ hochwertigen Geräten kaum noch.


Zu welchen Geräten geht aktuell der Trend? Geht mittlerweile Design vor Funktionalität?  
Grundsätzlich kann man sagen, dass bei einigen Herstellern ein ansprechendes Design Vorrang vor der Funktionalität hat, wobei das eine nicht unbedingt das andere ausschliessen muss. So kann man meiner Meinung nach z. B. durchaus bei einem Kniebeugen- oder Kurzhantelständer ein gelungenes Design  - „das Auge isst mit“ - mit verbesserter Funktionalität verbinden. - Der aktuelle Trend geht eindeutig immer mehr zu einem isolierten Training von einzelnen Muskeln.

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