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Fitnessdiskounter - Rentieren sich Niedrigpreiskonzepte?

Fitnessstudios 15,99 pro Monat, ...19,99 € /pro Monat... 3,99 pro Woche...etc.


Topfit für nur 19.90 € monatlich! Mit ähnlichen günstigen Niedrigpreisangeboten werben vor allem Studioketten um neue Mitglieder. Ich habe mir  diese LowBudget-Trend näher angesehen und fragt:  Welche Niedrigpreiskonzepte bewähren sich? Welche sind möglich? Welche wünscht sich der Kunde?

War vor wenigen Jahren der Fullservice-Fitness-Tempel mit glänzendem Geräteparkdesign und edler Wellnessbereich-Ästhetik das Nonplus-Ultra in der Fitnessbranche, so scheint sich in den Zeiten der knapper werdenden ökonomischen Ressourcen ein neuer Trend abzuzeichnen: alternative Niedrigpreiskonzepte erobern den Markt. Vor allem Studioketten bieten zunehmend günstige Mitgliedstarife an und erfreuen sich eines regen Zulaufs.

Bekannte Studioketten bieten für günstige Monatstarife von 15,90€ bis 19,90€ grosszügige Räumlichkeiten mit einem vielfältigen Geräteequipment an, das ein umfassendes Cardio-, Freihantel- und Gerätetraining zulässt. Unbegrenzte Öffnungszeiten und die Möglichkeit mit entsprechender Mitgliedskarte in jedem Studio ihrer Kette trainieren zu können, runden das attraktive Angebot ab. Mit dabei ist im Prinzip jeder, der bereit ist, einen Jahresvertrag abzuschliessen. Derartige Jahresverträge sind die Regel, die Ausnahme sind längere Verträge oder dass der Jahrestarif vollständig im voraus zu bezahlen ist.

Meistens entfallen auch die berühmten Fitnessstudio - Zusatzgebühren (mit Ausnahme für die Mitgliedskarte), über die der Preis indirekt hochgetrieben wird. Dafür gibt es dann allerdings auch keine Werbeaktionen, die zu bestimmten Zeiten einen vergünstigten Mitgliedstarif ermöglichen.

Und wo ist nun der berühmte Haken, der ein Billigangebot normalerweise kennzeichnet? Die preisgünstige Alternative ist vor allem für diejenigen interessant, für die das Geräte- und Freihanteltraining im Vordergrund steht und nicht das reine Fitnesstraining oder die Erholung, denn sowohl das übliche Kursprogramm als auch der Wellnessbereich mit Sauna und/oder Solarium entfallen dafür in der Regel vollständig.

Und relativ kostenungünstig ist weiterhin der Studiobesucher dran, der mehrmals eine Tageskarte benötigt, sei es, dass er das Studio in Ruhe antesten will, dass er im Urlaub trainieren möchte, dass er sich bereits in einem Studio fit macht und ab und zu gemeinsam mit Freunden trainieren will, die in einem anderen Studio Mitglieder sind. „Preisgünstige“ Tageskarten oder 10er-Kartentarife bilden die grosse Ausnahme.

Damit ein solches Billigangebot überhaupt möglich ist, setzen die Betreiber der Studioketten häufig auf eine zahlreiche Kundschaft, d. h. sie bieten grosse Trainingsflächen, die dann auch von entsprechend vielen Mitgliedern zu den Stosszeiten genutzt werden. Dem Massenansturm kann das Neumitglied im Prinzip dank der unbegrenzten Öffnungszeiten entgehen, wenn es nicht selbst an die „Rushhour-Zeiten“ gebunden ist. Doch mit dieser Masse sollte sich der Interessent im Rahmen eines Probetrainings bewusst konfrontieren, um zu wissen, wie sie sich zusammensetzt und ob für ihn die Trainingsatmosphäre dann auch noch in Ordnung ist. 

Wenn man die aktuellen Mitgliederzahlen betrachtet, scheint das Niedrigpreiskonzept Fitness für alle - allerdings ohne grosse Zusatzleistungen oder Komfort - für ein bestimmtes Kundensegment aufzugehen. Doch damit werden nicht alle Kundeninteressen abgedeckt und ein entsprechendes Potential bleibt aussen vor, d. h. im wahrsten Sinne des Wortes vor der Studiotür. Im folgenden sind deshalb zunächst einmal generell mögliche Niedrigpreiskonzepte ohne Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Aspekte aufgeführt.

Welche Niedrigpreiskonzepte sind möglich?

- generelles monatliches Niedrigpreisangebot bei Jahresmitgliedschaft   mit  eingeschränkter Nutzung der Leistungen
- modulspezifisch (bestimmte Leistungen (z. B. Kurse, Sauna) können selektiv genutzt werden,
- zeitspezifisch (Sondertarif zu bestimmten Tageszeiten, z. B. „Hausfrauentarif“ am Vormittag)
- vertragspezifisch (Beitragshöhe reduziert sich bei längerer Mitgliedschaft) 
- einkommensspezifisch (z. B. Schüler- oder Studententarif)
- werbespezifisch (Niedrigpreisangebote zu bestimmten Quartalen etc.)
- nutzungsspezifisch (nach Studiofrequentierung )
- gesundheits- oder leistungsspezifisch (z. B. für Wettkampfteilnehmer)
- mitgliedschaftsspezifisch (z. B. auf das Alter oder das Geschlecht bezogen)

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