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Radfahren: Nie ohne Helm!

Für die Wahl des richtigen Modells sollte man sich Zeit nehmen


© Gina Sanders - Fotolia.com

Reizthema Helm. Viele Radfahrer verzichten aus Bequemlichkeit und ästhetischen Gründen auf das oft als entstellend empfundene Monstrum auf dem Kopf. Doch wem Schädel samt Inhalt lieb sind, für den gilt: Nie ohne Helm! Vor allem Kinder, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, sollten einen Kopfschutz besitzen und diesen auch tragen. Denn ein Helm kann bei einem Sturz auf den Kopf den Aufprall um bis zu 90 Prozent abmindern.
Der Preis für die Sicherheit ist nicht hoch. 40 bis 80 Euro müssen Radler für einen wirksamen Kopfschutz berappen. Das ist angesichts der sonst üblichen Preise für Räder und Equipment nicht teuer. Auch gibt es inzwischen ein großes Sortiment von Modellen mit gutem Tragekomfort in unterschiedlichsten Designs, sodass auch ein modebewusster Biker das Passende finden sollte.

Damit das Helm-Shopping auch wirklich zum Erfolg führt, hat fitness.com mit der Pressesprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Bettina Cibulski, für Sie Tipps zusammengestellt, worauf sie achten sollten.

Nur im Fachhandel kaufen
Wer einen guten Helm haben will, geht am besten in ein Fachgeschäft. Der fachkundige Berater zeigt, worauf es ankommt, wo die Unterschiede liegen und hilft bei der Auswahl. Weil bei einem Helm vor allem die Passform wichtig ist, ist eine Bestellung im Internet oder ein Kauf ohne Anprobe nicht zu empfehlen. Dies gilt ganz besonders für Kinder. Sie sollten zum Helmkauf immer mitgenommen werden.

Auf Prüfzeichen achten
Die Kennzeichen GS beziehungsweise CE oder die Kombination GS/CE stehen dafür, dass der Helm den europäischen Sicherheitskriterien entspricht und eine Prüfung gemäß der europäischen Sicherheitsnorm EN 1078 bestanden hat. Das heißt, das Modell hat einem Sturz aus einer bestimmten Höhe mit einer genau festgelegten Aufschlagsgeschwindigkeit standgehalten. In der Regel entsprechen alle im Fachhandel erhältlichen Helme diesen Kriterien.

Ein guter Sitz – das A und O
Nur ein gut sitzender Fahrradhelm schützt wirksam Stirn, Hinterkopf und Schläfen. Das bedeutet, dass die Schutzbedeckung waagrecht auf dem Kopf sitzt, nicht zu weit in die Stirn reicht, aber auch nicht zu weit nach oben verschoben ist. Die Befestigungsriemen sollten ein Dreieck um die Ohren bilden und diese nicht berühren. Außerdem darf der Kinnriemen nicht zu fest, aber auch nicht zu locker verschlossen sein. Als ungefährer Richtwert gilt, dass bis zu zwei Finger zwischen Riemen und Kinn passen sollen. Generell sollten Sie für die Auswahl ein wenig Zeit einplanen und sich beraten lassen. Oft müssen eine Reihe von Modellen probiert werden, bis das richtige gefunden ist.
Und noch ein Tipp: Wenn Sie im Winter Radfahren, sollte eine Mütze unter den Helm passen. Nehmen Sie zum Kauf die Kopfbedeckung mit und testen Sie, ob auch der verstellte Helm mit Mütze noch gut sitzt.

Der Tragekomfort muss stimmen
Ein guter Helm sollte das Gesichtsfeld nicht einschränken und das Hören nicht behindern. Wichtig sind außerdem eine ausreichende Belüftung mit Insektengitter und ein einfach zu bedienendes Verschlusssystem.

Nur ein „schöner“ Helm wird auch getragen
Vor allem für die Kleinsten, aber auch für Erwachsene sind Farbe und Design wichtige Auswahl-Kriterien. Denn ein Helm sollte gefallen. Nur dann wird er gerne getragen. Eltern sollten daher, wenn die Sicherheitsstandards erfüllt sind und der Preis stimmt, dem Nachwuchs freie Hand bei der Entscheidung lassen, ob das Marienkäfer-, das Janosch-Tigerenten- oder doch eher das spacige Rennfahrer-Modell gewählt wird.

Die Haltbarkeit ist begrenzt
Das Helm-Material ist in der Regel auf fünf bis sieben Jahre Haltbarkeit ausgerichtet. Dann sollte der Kopfschutz ausgewechselt werden. Wer sich unsicher ist, wie alt sein Helm ist, der findet auf der Innenseite in der Regel einen Hinweis auf das Produktionsdatum.
Achtung: Auch nach einem Sturz auf den Kopf verliert ein Helm seine Schutzwirkung. Eine Neuanschaffung ist dann notwendig.

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