
Mir fiel ein, dass es ja gestern geregnet hat. Diese Wetterlage bedeutet den Pilzsuchern das Gleiche wie den Jägern das „Halali“: „Auf zur Pilzjagd! – warum denn nicht“, denke ich mir. Mein Schweizer Taschenmesser habe ich immer dabei, und ein passendes luftiges Behältnis finde ich auch recht schnell auf dem Parkplatz. Zunächst bin ich noch etwas unentschlossen und wankend, denn ich habe die Fahrt unter dem guten Vorsatz mich sportlich zu betätigen begonnen. Aber der Ruf der heimischen Wildnis lockt.
Wieder einmal bewahrheitet es sich, was Männer allzu oft als Entschuldigung für auch andere Fehltritte vorbringen: Der Urinstinkt des Sammler und Jägers bricht in mir aus. Vier Stunden später, todmüde und abgekämpft aber glücklich wie nach einem Marathonlauf war ich dann wieder auf der Rückfahrt. Was war passiert?
Pilzsuche: ein ständiges Auf und Ab

Natürlich kann man Pilzsuchen und Joggen nicht auf eine Stufe stellen. Man geht einige Meter, hält inne und wird für seine „Ruhepausen“ auch noch belohnt: zum Teil mit schönsten Steinpilzen. Doch liebe Jogger, bitte jetzt nicht sofort schmunzeln – habt Ihr noch nie etwas von Intervalltraining gehört? Jawohl, Pilzsuchen ist richtig hartes und stundenlanges Intervalltraining.

Informationen zum Pilzsuchen
Kürzlich behauptete Tim Mälzer in einer Kochshow ja, dass man doch in den Wald gehen sollte, um Pilze zu sammeln. Es bestünde ja kaum eine Gefahr, sagte der Starkoch, einen ungenießbaren Pilz zu sammeln, da es kaum giftige Pilze gebe. Ganz sicher war Tim Mälzer nicht im Wald meiner Gegend! Ich kann seine Meinung nicht teilen: In diesen zwei Stunden mit meinem neuen „Lehrer“ haben wir nicht nur leckere Rotfuß- oder Maronen-Röhrlinge und einen Perlpilz gefunden, sondern genauso viele Knollenblätterpilze, die dummerweise dem so vorzügliche Perlpilz sehr ähneln.

Weitere Tipps: Zum Sammeln immer einen luftdurchlässigen Behälter wie einen Korb, niemals eine Plastiktüte nehmen. Die Pilze herausdrehen und darauf achten dass das Myzel (Wurzelgeflecht) nicht verletzt wird, oder den Pilz mit dem Taschenmesser abschneiden (Vorsicht hier, man schneidet ein Erkennungsmerkmal, die Knolle beim hochgiftigen Knollenblätterpilz ab, eine weitere Gefahr der Verwechslung mit dem Champignon).
Besonders Maronen leiden unter Schneckenbiss und Madenbefall. Schadhafte Stellen noch
im Wald entfernen.
Davon abgesehen sind Pilze sehr gesund und kalorienarm. Sie enthalten wertvolles Eiweiß, viele Mineralien und Vitamin D (unter anderem verantwortlich für starke Knochen) . Pilze liegen einerseits schwer im Magen und sind deshalb nicht für jeden als Abendmahlzeit geeignet. Das ist aber auch gleichzeitig ihr Vorteil: Sie sättigen enorm ohne viele Kalorien!
Wollt ihr mehr dazu erfahren, von anderen Lesern unseres Portals, oder selbst ein paar
Erfahrungen mitteilen oder Rezepte weitergeben zum Thema, hier: Pilze und Ernährung/Diät
Web-Tipp: Hier informiere ich mich immer wieder über Pilze: www.Pilzewelt.de
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