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Christian Pander holt aus

Der Flanken-König des FC Schalke 04 bereitet sich auf sein sportliches Comeback vor


Christian Pander beim Pilates-Training

Die Karriere eines Fußballers wird nicht nur durch seine Erfolge bestimmt, sondern auch durch seine Krankengeschichte - so scheint es zumindest, wenn man sich die Spielerausfälle allein in der Bundesliga anschaut. Eine Situation mit Folgen. Denn mangelhafte Leistungen oder gar Ausfälle der Spieler belasten nicht nur das Budget, sondern auch das Image des Vereins bzw. die Treue der Fans. Schließlich gilt die Maxime: „Leistung ist unser Beruf!“, wie es Joachim Löw treffend formulierte. Kein Wunder, dass die Problematik „Verletzungsanfälligkeit versus Leistungsfähigkeit von Fußballern“ bei Trainern wie Managern ein äußerst sensibles Thema ist und die Suche nach effektiven Lösungen allgegenwärtig.

Und wo könnte man besser ansetzen als am Trainingskonzept? Das dachten sich auch die Betreuer von Fußballprofi Christian Pander, Bundesliga- und mehrfacher Nationalspieler des FC Schalke 04. Nach längerer Verletzungspause wird er auf sein sportliches Comeback vorbereitet. Das Erfolgsrezept? Ein ganzheitliches Betreuungskonzept, das auf die physische wie psychische Fitness des Spielers ausgerichtet ist: Die Rede ist von PILATES. Denn vorbei sind die Zeiten, in denen das „Training der Stars“ nur ein Geheimtipp unter Schauspielern, Models und Künstlern war. Mittlerweile liegt das Body&Mind-Training voll im Trend und hat seinen festen Platz im Bereich Fitness, Therapie und Rehabilitation gefunden. Mit großem Erfolg, wie die persönliche Erfahrung von Flanken-König Pander zeigt.

Seit geraumer Zeit trainiert Christian Pander im Gesundheitszentrum medicos.AufSchalke, Gelsenkirchen, nach der Pilates-Methode. Im eigens dafür eingerichteten Pilates-Studio bilden klassische Holzgeräte wie „Reformer“ oder „Cadillac“ die Basis für ein ganzheitliches Trainingskonzept als Ergänzung zu seinem sportartspezifischen Training. So werden insbesondere die tiefen, stabilisierenden Muskeln gekräftigt, die beim regulären Training eher vernachlässigt werden. Dies wiederum hilft dem Sportler, Verletzungen vorzubeugen, muskuläre Dysbalancen auszugleichen und Muskelgruppen, die beim Fußball besonders belastet werden, gezielt zu trainieren. Der Fußballprofi ist von dem Trainingskonzept voll überzeugt. „Pilates ist eine wertvolle Ergänzung zum Fußball-Training. (…) Damit habe ich bereits gute Trainingserfolge erzielt.“ so Pander kürzlich in einem Interview. Eine Erfahrung, die auch viele andere Leistungs- wie Hobbysportler bestätigen.

Nicht zu vergessen, dass Pilates auch mental fit macht bzw. hält und Körper und Seele in Balance bringt. Schließlich stehen Fußballer auch mental unter enormem Druck. Die hohen Erwartungen des Fußballclubs, der in den Spieler investiert hat, die gnadenlosen Forderungen des Fußballtrainers nach Höchstleistung und nicht zu vergessen die unerbittlichen Fans, die Siege sehen wollen. Und das erfordert starke Nerven und innere Ausgeglichenheit, die nur mit ganzheitlichen Betreuungskonzepten wie Pilates erreicht werden können.

Das erkannte auch bereits Jürgen Klinsmann und setzte dies bei seinen Vorbereitungen zur Fußball-WM 2006 entsprechend um. Zu seinem „interdisziplinären Betreuerteam“ zählten nicht nur Fußballarzt und Physiotherapeut Oliver Schmidtlein, sondern auch der Team-Psychologe des DFB Hans-Dieter Herrmann sowie das Team von Marc Verstegen, der erstmals mit einem ganzheitlichen Trainingskonzept zur körperlich funktionellen wie psychischen Konditionierung der Spieler an den Start ging. Den Kern des Ansatzes bildete das Core-Training zum Aufbau einer starken Körpermitte, im Fachjargon „Powerhouse“ genannt, wie es auch beim Pilates-Training zu finden ist. Denn eine stabile und gleichmäßig ausgeprägte Rumpfmuskulatur ist die Basis für reibungslose Bewegungsabläufe der peripheren Gliedmaßen wie Arme und Beine und maximale Funktionsfähigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung des Verletzungsrisikos.

Ein Grund von vielen, warum das Pilates-Training an den klassischen Holzgeräten mittlerweile fest in das Aufbau- bzw. Rehabilitations-Programm von vielen Profi- wie Breitensportlern integriert ist. Aber auch im Therapiesektor ist das Pilates-Studiotraining auf dem Vormarsch und wird erfolgreich eingesetzt, um natürliche Funktionen zurückzuerlangen, ein neues Bewegungsverhalten zu erlernen oder Fehlhaltungen auszugleichen. Natürlich ist die Pilates-Methode auch generell eine gute Möglichkeit für Fitnessbewusste, um sich in Form zu bringen bzw. halten. Christian Pander jedenfalls ist zuversichtlich, dass er mit dem neuen Trainingskonzept schon bald sein sportliches Comeback feiern kann: „Ich hoffe, dass ich im Februar wieder mit dem Team trainieren kann.“ Und mit einem soliden Powerhouse hat er beste Voraussetzungen, dass ihm das auch gelingt.
(Autorin Marion Becker, auf Grundlage eines Exklusiv-Interviews der novacare® gmbh mit Christian Pander)

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