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Wintersport Schwarzwaldhochstrasse – Nordschwarzwald

Die Renaissance der Mittelgebirge


Bis in die späten 70er Jahre war der Schwarzwald durch seine vielen Kurorte ein beliebtes Reiseziel. Doch die wachsende Popularität des "Apres Skis" und steigendem Wohlstand bevorzugten viele Wintersportler die hochalpinen Skiorte der Schweiz und Österreichs. Aber seit die Winter wieder schneereicher sind und Familien genug haben vom Trubel in St. Anton, reisen immer mehr Touristen in Mittelgebirge wie den Nordschwarzwald.

Praktisch direkt vor meiner Haustür liegt eines der schönsten Skigebiete Deutschlands, entlang der Schwarzwaldhochstrasse. Bis in die späten 70er Jahre war der Schwarzwald durch seine vielen Kurorte wie Bad Wildbad oder Baden-Baden ein beliebtes Reiseziel. Durch unbeständige Wetterlagen mit Regen und Stürmen sowie die Konkurrenz durch glamourösen Hüttenzauber in den Alpen ließ den Schwarzwald an Attraktivität einbüßen. Hoteliers überlebten mehr schlecht als recht und man war für jeden Touristenbus dankbar, der blitzende Japaner, blasse Engländer und „Original Black Forest Cuckoo Clocks“ (Kuckucksuhren) schleppende US Bürger durchs Ländle karrte.

Doch Zeiten ändern sich: Der Schwarzwaldtourismus erlebt im neuen Jahrtausend, sowohl im Sommer als auch im Winter eine Renaissance. Der Schwarzwald ist heute wieder eine echte Alternative zu typischen Winterferiengebiete wie das Allgäu oder die Alpen, da er einfach leichter zu erreichen ist. Man spart sich die stundenlange Anreise, Staus auf den Autobahnen, inklusive Zwangscampieren mit warmen Decken im eigenen Auto und heissem Tee der Rote-Kreuz-Helfer. Zudem gibt es in den meisten Skigebieten, zumindest im Nordschwarzwald, so gut wie keine Lawinengefahr, da selbst die steilen Berghänge bewaldet sind und so natürlichen Lawinenschutz bieten. Trotz der geringen Höhe findet man vier bis fünf Kilometer lange Skiabfahrten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgraden. Skilifte sind überall in Betrieb, lange Warteschlangen an den Skiliften unbekannt.



Ski „Alpin“, Snowboarden oder Rodeln
Ski-Anfänger bekommen in den zahlreichen Ski- und Snowboardschulen ihre Chancen den Sport zu erlernen und werden nicht von hochalpinen Steilhängen verängstigt. In niedrigeren Höhen hat man weniger Angst vor Fahrfehler und kann befreiter üben. Die Skipisten sind nicht überfüllt, es gibt wunderschöne, teilweise unberührte Schneelandschaften. Die meisten Skipisten sind auch abends, dank Flutlicht, befahrbar. An den Wochentagen trifft man zu diesen späten Stunden viele Einheimische, die nach der Arbeit ein paar Stunden in den Schnee möchten.

Skilanglauf
Langläufer finden gut ausgeschilderte Loipen mit Schwierigkeitsgraden von leicht bis schwer. Besonders empfehlenswert finde ich die mittelschwere, 7,5 Kilometer lange Schwarzkopfloipe, die bis in eine Höhe von 1050 Meter hochführt. Dort oben wird man bei klarem Wetter mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.

Schneeschuhwandern
In diesem Winter wird das Wandern mit Schneeschuhen immer populärer. Ich kannte Schneeschuhe bisher nur in der traditionellen Holzversion, wie man sie in kanadischen Trapper-Filmen sieht. Seit einigen Jahren gibt es diese Schneeschuhe aber auch in einer High-Tech-Version: teilweise aus Kunststoff gefertigt und weitaus weniger „sperrig“. Dieser neue Trendsport scheint aus dem nahen Frankreich in den Schwarzwald gekommen zu sein und ist nun auch auf der deutschen Seite des Rheintals „en vogue“.

Auch die Gastronomie und Hotelerie muss den Vergleich zum französischen Nachbar nicht fürchten: Gleich zwei der besten Hotels Deutschlands liegen nur einen Steinwurf entfernt, die Bühlerhöhe, wo während der Fußballweltmeisterschaft das englische Nationalteam einquartiert war, oder der Brenners Park in Baden-Baden. Wer übrigens eine Pause vom Schnee braucht, dem sind die Caracalla Therme oder das Friedrichsbad in Baden-Baden für einen Wellness Vor- oder Nachmittagsaufenthalt zu empfehlen. Oder wie wäre es mit einer Logis in Baiersbronn? Das ist die einzige Gemeinde in Deutschland mit drei verschiedenen Sternerestaurants. Sollten Sie einen ausgiebigen Urlaub im Schwarzwald planen, lohnt ein Shoppingausflug nach Strasbourg, das nur 30 Minuten entfernt liegt.

Wer vom Schnee nicht genug bekommen kann und in fast unzugänglicher Wildnis, fernab jeder Zivilisation Einkehr halten möchte, kann dies im Wanderheim Ochsenstall ( www.wanderheim-ochsenstall.de ) tun und gegebenfalls dort auch übernachten, die Zimmerpreise sprechen auf jeden Fall für sich.

Die Ski-Abfahrten liegen allesamt, aufgereiht wie an einer Perlenkette, an der Schwarzwaldhochstrasse zwischen 1000 und 1100 m hoch und sind deshalb bis Ende März weitgehend schneesicher. Rodelbahnen für Kinder und Jungebliebene gibt es
ebenfalls ausreichend.

Ski-Abfahrten
Ruhestein I (650m lang, Höhendifferenz 100 m) , Ruhestein II (450 m /100m)
Seibelseck (500m /100m), Darmständer Hütte (360m /60 m )
Mehliskopf I + II (900 m / 200 m), Mehliskopf III + IV (400m / 80m)
Hundsbach (400 m / 80 ), Unterstmatt ( 400m / 75 m )
Ochsenstall (250 m / 100m) , Hochkopf (450 m / 90 m )
Bühlertal Hundseck (560 m /110 m ) Hundseck I (515 m / 115 m )
Hundseck II (295m / 35 m)


Langlauf Loipen
Mummelsee-Loipe 900 - 950 m hoch, 6 km lang Schwierigkeitsgrad leicht.
Gaiskopfspur 900 - 1000 m , 8,5 km lang, Schwierigkeitsgrad schwer
Schwarzkopfloipe 900-1050 m 7,5 km, Schwierigkeitsgrad mittel
uvm .

Schneeschuhwandern.
Ruhestein - Mannheimer Hütte - Bosensteiner Eck – Ruhestein 6,6 km
Ruhestein - Mummelsee - 6 km
Ruhestein - Euting Grab – Darmstädter Hütte 3 km

Rodelbahnen:
Ruhestein Länge 300 m
Obertal-Bühlbach 150 m
Seibelseckle 300 m
Bühlertal Hundseck 150 m
Freudenstadt-Kniebis 400m, die einzige mit Flutlicht.

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