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Pilates Matwork mit „Small Props“ II

Teil 2: Die Vielseitigkeit mit Pilates-Kleingeräten


Verena Geweniger mit dem Pilates Softball von www.sissel.de

Mittlerweile hat das Pilates-Matwork-Training nahezu in jedem guten Fitness-, Wellness- und Gesundheits-Club Einzug erhalten. Hier erfährt der Teilnehmer auf der Matte die Besonderheiten dieser Methode, die sich an Prinzipien orientiert. Bei der PILATES Bodymotion Methode sind es 7 Prinzipien, die eine Art Referenzsystem darstellen, um Haltungs- und Bewegungsqualität zu steigern und ggf. Beschwerden langfristig zu beheben.

Durch den Einsatz von Pilates-Kleingeräten, den „Small Props“, wird die Vielschichtigkeit des Matten-Trainings zusätzlich vergrößert und damit dem Teilnehmer in den Kursen noch mehr Abwechslung geboten. Das Besondere an diesen Kleingeräten ist, dass Schwierigkeitsgrade sowohl verringert als auch gesteigert werden können. Damit werden die unterschiedlichsten Zielgruppen in den Studios angesprochen:

• Älteres Klientel, das mit Hilfe von Bällen oder Balancefit-Kissen, dem elastischen Fitband oder dem festen Pilates-Band Bewegungsunterstützung erhält und Übungen so entsprechend ihres Leistungsniveaus angeglichen werden können.

• Teilnehmer aus dem Rückenschul-Training, deren Kurse womöglich von Krankenkassen übernommen werden, erfahren eine willkommene Erleichterung, da bestimmte Kleingeräte den Rücken in den verschiedenen Grundpositionen entlasten können.

• Der durchschnittlich Trainierende, der sich eher überwinden muss, sein Workout-Pensum pro Woche durchzuhalten. Er erlebt einen besonderen Anreiz, der ihm ermöglicht leichter über seinen Schatten zu springen und sich sogar auf einen Kurs, in dem Kleingeräte abwechslungsreich zum Einsatz kommen, zu freuen.

• Und selbstverständlich der Bewegungsbegeisterte, der immer wieder eine neue Herausforderung sucht, um sich stets neu zu messen und anzuspornen.

Im folgenden Abschnitt stellen wir drei „Small Props“ aus dem SISSEL® Pilates-Angebot vor, die jeweils für unterschiedliche Schwerpunkte bei den Übungen zum Einsatz kommen:


Der SISSEL Pilates Soft Ball:

Dem Einsatzbereich dieses Balls (22 oder 26 cm Ø) sind durch seine labile Fläche kaum Grenzen gesetzt. Durch seinen elastischen und veränderbaren Durchmesser kann er sowohl als Stütze als auch Widerstand eingesetzt werden. Er bietet in Bezug auf Entspannung, propriozeptives Training und Schulung der Körperwahrnehmung große Vorteile. Der Einsatz des Balls erleichtert das koordinierte Aktivieren von Beckenboden, tiefen Bauchmuskeln, Adduktoren und Gesäßmuskeln. Mit diesem Hilfsmittel werden vor allem Lockerheit, Entspannung und Zentrierung fokussiert sowie in Beinbewegungen die Achsenstellung von Hüft-, Knie- und Fußgelenken.

Der SISSEL Pilates Roller:


Die Rolle ist unter allen „Small Props“ der Favorit in Pilates-Stunden, da sie eine unmittelbare Wirkung von Wohlbefinden, Schmerzlinderung und Entspannung hinterlässt. Die geringe Auflagefläche stellt eine hohe propriozeptive Anforderung für die gesamte Tiefenmuskulatur dar. Der Druck über die Auflagepunkte führt zu einer besseren Durchblutung und Nährstoffversorgung im gesamten Rücken. Alle tiefen Muskeln werden herausgefordert. Die Instabilität des Rollers lässt alle gelenknahen Muskeln ständig arbeiten. Zum einen hat dieses spezielle Kleingerät seine besondere Indikation bei Rücken- und Schultergürtelproblematik, indem es die Mobilisation sowie die Lockerheit und Entspannung unterstützt. Zum anderen intensiviert der Roller alle Übungen mit dem Schwerpunkt „Zentrierung“, da gerade in der Rückenlage die tiefen und stabilisierenden Rumpfmuskeln optimal herausgefordert werden. Selbst für eine Körpermassage bietet sich dieser Zylinder an.

Der SISSEL Pilates Roller wird in 3 unterschiedlichen Härtegraden angeboten. So wird auch dem sensiblen Teilnehmer ermöglicht, von einem derartigen abwechslungsreichen Angebot an Übungen in einer Pilates-Stunde zu profitieren.

Das SISSEL Pilates Band:


Das aus Baumwollsegeltuch gefertigte SISSEL Pilates Band verfügt über eingearbeitete Taschen für die Hände und Füße. Arbeitet man mit den Händen in den Taschen, reduziert sich bei Stütz-Übungen der Druck auf die Handgelenke und gleichzeitig wird die Rumpfstabilität erhöht. Je nach Abstand der Hände zueinander in den Taschen variiert der Schwierigkeitsgrad einer Übung. Hiermit wird vorrangig isometrische Haltearbeit unterstützt. Sie dient der Stabilisierung des Schultergürtels und damit der Aufrichtung des Oberkörpers über die Aktivierung der dorsalen Muskelkette.

Durch das Fixieren der Füße in den Taschen, können fortgeschrittene Pilates-Übungen erleichtert werden. Bei den Übungen „Teaser“ oder „Rolling“ ermöglicht das Band, das eigene Körpergewicht abzugeben. So können diese Übungen mit mehr Lockerheit und Entspannung bei gleichzeitiger Zentrierung ausgeführt werden.

Zu weiteren Kleingeräten zählen u.a. der SISSEL Pilates Circle und Flex Ring Toner, das SISSEL® Balancefit Pad, das SISSEL Balance Board sowie die Rotator Discs. Auch mit diesen Small Props können immer wieder neue Bewegungen kreiert, der Unterricht abwechslungsreicher gestaltet und damit die Teilnehmer in den Kursen stets aufs Neue überrascht werden.

PILATES Bodymotion als Kooperationspartner der Novacare GmbH / SISSEL bietet Seminare und Inhouse-Schulungen mit den unterschiedlichen Kleingeräten an. Physiotherapeuten, Rückenschul-Kursleitern und Pilates-Trainern wird in den Seminaren ein ausführliches Konzept im Umgang mit den diversen „Small Props“ und ihren Vorteilen vermittelt. Propriozeptive bzw. sensomotorische Aspekte werden dabei genau beleuchtet und deren Veränderungseffekte im Training erläutert. Ausführlich bebilderte Skripte erleichtern das Erarbeiten während und nach dem Kurs, so dass dieses besondere Bewegungserlebnis für den Trainer langfristig „lebendig“ bleibt.

Ausführliche Infos darüber erhalten Sie bei: http://www.pilates-bodymotion.de



Zu den Autoren:
Britta Brechtefeld ist ausgebildete Tanzpädagogin, Fachbuchautorin und Instructor for Pilates Method Neuromuscular Fitness and Therapeutic Exercises. Sie verfügt über Fortbildungen in Gyrotonic, Feldenkrais und Kinesiologie und ist Inhaberin des PILATES Studio Britta Brechtefeld in Köln. Gemeinsam mit Ute Weiler gründete sie das PILATES Bodymotion Institut.
Ute Weiler. Die Anglistin, Sportwissenschaftlerin und ehemalige Kunstturnerin war Clubmanagerin, Fitness-Trainer-Ausbilderin und Betreuerin der Toyota Formel 1 Firmenfitness. Sie hat bei der Erstellung und Umsetzung von diversen Gesundheits- und Gewichtsreduktions-Konzepten mitgewirkt. Die Fachbuchautorin gründete mit Britta Brechtefeld die „PILATES Bodymotion Ausbildungen GbR“.


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