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Ein letztes Ziel: Gold in Peking

Nach vier Olympiasiegen denkt Kathrin Boron noch lange nicht ans Aufhören



fitness.com: Sie sind nun zum 13. Mal bei der Wahl des "Champions des Jahres" dabei. Wie gefällt es Ihnen diesmal?

Kathrin Boron: Rudern ist ja eine Randsportart. So gesehen ist eine solche Veranstaltung und Aufmerksamkeit mal eine nette Abwechslung und diesmal finde ich die Stimmung wirklich sehr entspannt und kollegial. Man kann Sportler und Sportarten kennenlernen, zu denen man sonst keinen Bezug hat.

fitness.com: Und wem haben Sie das Rudern nähergebracht?

Kathrin Boron: Wir sind in einem gemischten Vierer gegen den Boxer Sven Ottke, den Ringer Alexander Leipold, Stefan Holtz und Hanka Kupfernagel angetreten. Und dass wir in diesem Spaßrennen auch noch die bestehende Jahresweltbestzeit unterboten haben, ist natürlich das I-Tüpfelchen.


fitness.com: Und wie hat sich das "Amateur-Boot" geschlagen?

Kathrin Boron: Deren Leistung war beeindruckend. Sie haben noch nie gerudert, aber man spürte gleich das sind Siegertypen. Die wollen eben immer gewinnen und sind fit. Das hat man im Übrigen auch bei allen anderen Wettkämpfen gesehen: beim Fussball, Volleyball oder Biathlon.

fitness.com: Ein bisschen Volleyball und dann den Strand genießen - so manche Sportlerin in Ihrem Alter reizt das mehr als der harte Trainingsalltag.

Kathrin Boron: Nach meinem vierten Olympiasieg 2004 in Athen kamen schon die ersten Gedanken ans Aufhören. 2005 habe ich auch keinen Wettkampf mehr bestritten und mich um persönliche Dinge gekümmert. Doch dann reifte der Entschluss, es noch einmal zu versuchen und Olympia erleben. Ich möchte in Peking dabei sein und bin jetzt auch seit September wieder im Training.


fitness.com: Wie sieht ein Trainingstag bei Ihnen jetzt aus?

Kathrin Boron: Nach der Erwärmungsphase, die gerade in meinem Alter wichtig ist, rudere ich täglich vier bis fünf Stunden. Dann folgt eine Abkühlungsphase und der Ausgleichssport. Ich gehe dann jeden Tag noch radfahren, laufen, mache Krafttraining oder im Winter Skilanglauf.

fitness.com: Das Training füllt ja den ganzen Tag aus!

Kathrin Boron: Ja, sicher. Aber ich bin von meinem Arbeitgeber, der Deutschen Bank bis zur Olympiade in Peking freigestellt. Zudem erhalte ich noch weitere Unterstützungen, da mein Arbeitgeber auch mein persönlicher Sponsor ist.

fitness.com: Auch wenn Rudern eine Randsportart ist, in Fitness-Studios ist es sehr beliebt. Auch body-mind-Programme boomen. Spielt Yoga oder Pilates eine Rolle in Ihrer Trainingsvorbereitung?

Kathrin Boron: Ja, vor einigen Jahren bin ich zu Yoga gekommen und das half mir sogar über den Sport hinaus durch eine Lebenskrise. Pilates kenne ich nur vom Hörensagen. Ich habe allerdings nur Positives und Interessantes gehört.

fitness.com: Und nach dieser herrlichen Woche in der Türkei - wo werden Sie den nächsten Urlaub verbringen?

Kathrin Boron: Ach, da ich so häufig auf internationalen Wettkämpfen bin,verbringe ich meinen Urlaub ganz gern zu Hause in Potsdam mit meiner Tochter.

Das Gespräch führte Jens Friebel.

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