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Wahl: Champion des Jahres

Spitzensportler im Urlaub - Boxer Sven Ottke am Tresen


Side, Türkei. Wer hier in dieser Woche nicht mindestens eine Goldmedaillie gewonnen hat, ist schon fast ein Outsider. Die 96 erfolgreichsten deutschen Sportler wurden von der Deutschen Sporthilfe und dem Robinson Club "Pamfilya" zu einer Woche Türkei-Urlaub eingeladen. "Als Dankeschön für die Inanspruchnahme der Athleten als Vorbild und Identifikationsfiguren", wie der Geschäftsführer der Deutschen Sporthilfe Dr. Michael Ilgner blumig betont.



Ähnlich blumig hätte ich meine Frau und Kinder wohl auch besser auf unseren Familienurlaub vorbereitet, dann würde man mir meine Arbeitseinsätze wohlgelaunter verzeihen. Aber wenn man die Chance hat, mit dem "Deutschland Ruder Achter" eine Runde Strandfussball spielen zu können oder den "Hackl Schorsch" beim Animations-Event "Nagelhämmern" zu erleben, dann muss man nicht mal Journalist sein, sondern nur sportbegeistert.



Sportlicher Ehrgeiz
Neben den üblichen Animationsprogramm eines Ferienclubs gibt es am 28.9.2006 aber auch noch eine ganz besondere Veranstaltung: die Wahl des "Champions des Jahres". Und wer wie ich glaubt, diese Auszeichnung wäre für goldumhängte Spitzenathleten bedeutungslos, der irrt gewaltig. "Es ist eine große Ehre für mich", sagt beispielsweise Kathrin Boron, die bereits 2004 zum Champion des Jahres gewählt wurde, "denn diese Wahl wird ausschließlich von anderen Spitzenathleten durchgeführt. Und die können die sportliche Leistung viel besser bewerten."


Interview mit Katrin Boron


Kathrin Boron rudert und das mit ausgesprochenem Erfolg: 22 mal Deutscher Meister, 8 mal Weltnmeister und viermal olympisches Gold. Dennoch ist sie weit weniger bekannt als die Schwimmerin Antje Buschschulte, die zwar weniger Medailien vorweisen kann, dafür aber die Bild-Zeitung schmückt: "Club der Champions" sei ein "Club der Liebe" schreibt das Blatt in der Ausgabe vom 28.9.2006 und Antje stellt verliebt ihren neuen Freund der Öffentlichkeit vor.



Verpasstes Liebesnest
Tja, diese Geschichte ist mir entgangen, obwohl ich mit Antje ein bemerkenwertes Comeback erleben durfte: Andre Sasse, einer der bekanntesten Fitness-Trainer, gab in dieser Woche sein Comeback als Presenter. Eigentlich ist er jetzt als Unternehmer tätig, aber diesem erlauchten Kreis von Athleten wollte er dann wohl doch einen Einblick in seinen Sport geben. Noch soll es einmaliges Comeback gewesen sein.



Ein weiteres Highlight war der Strandfußball. Der Boxer Sven Ottke faustete sein Team als Torwart zum Gewinn des kleinen Soccerturniers. Es ist bemerkenswert, welchen Ehrgeiz diese Athleten entwickeln, wenn auch nur ein Hauch von Wettkampfcharakter ins Spiel kommt. Sie wollen immer gewinnen und das ist wahrscheinlich die wirkliche Voraussetzung, um ein Spitzensportler zu werden und die Motivation für das tägliche Training aufrecht zu erhalten.




Und wie hart und langfristig dieses Training ist, erzählt mir abends beim Bierchen Peter Thiede, Steuermann im Ruder Achter und natürlich auch medaillienumhängt. Als Junge sei er Gewichtheber gewesen, meint er, doch plötzlich einfach nicht mehr gewachsen. Sein Trainer sagte, er müsse zulegen und verordnete ihm Kuchen. Eine Anweisung, die er genauso diszipliniert verfolgte, wie das Krafttraining. "Ich kann bis heute keinen Kuchen mehr essen", lacht Thiede, denn geholfen hat diese "Diät" nicht. Spitzensportler wurde er trotz seiner 50 Kilogramm Körpergewicht - eben als Steuermann.



Thiede gehört zu den Nominierten zur Wahl des "Champion des Jahres" und dabei kommt es auch nicht auf Gewicht und Größe an.





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