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Diäten sind teuer, langweilig und bringen nichts?

Eine englische Bestsellerautorin rief am 6. Mai 1992 den Anti-Diät-Tag aus


Es gibt Namenstage, den Valentinstag, Muttertag, Vatertag, den Weltaidstag und den Weltnichtrauchertag. Über Sinn und Unsinn dieser Inflation an Gedenk- und Geschenktagen lässt sich trefflich streiten. Fest steht, dass beispielsweise von Valentins- oder Muttertag in erster Linie bestimmte Industriezweige wie Blumen- oder Pralinenfabrikanten verdienen. Fitness.com entdeckte einen relativ jungen Mottotag in der Reihe der Alteingesessen und stellt ihn vor und zur Diskussion: den Anti-Diät-Tag.

Aus Protest gegen den Schlankheitswahn hat die Engländerin Mary Evans Young 1992 den International-No-Diet-Day (INND), den Anti-Diät-Tag, ins Leben gerufen. Young ist die Chefin der Londoner Gruppe „Diet Breakers“ und litt selbst unter Essstörungen. „Ich habe beschlossen, dass man diesem Diäten-Wahnsinn ein Ende bereiten muss“, schreibt sie auf ihrer Homepage. „Und da sonst keiner da war, habe ich es selbst gemacht“, so Young weiter weiter. Die Engländerin liefert gleich zehn Gründe mit, warum man Diäten aufgeben sollte.

1) Lernen, dich selbst zu akzeptieren, gibt dir Selbstvertrauen, bessere Gesundheit und mehr Wohlbefinden - ein Leben lang!
2) Diäten können dir deine Energie rauben!
3) Diäten können Angst vor Essen machen!
4) Diäten können zu Essstörungen führen!
5) Diäten sind nicht sexy!
6) Diäten machen dich nicht hübscher!
7) Diäten verbessern nicht unbedingt die Gesundheit!
8) Diäten sind langweilig!
9) Diäten sind teuer!
10) Diäten bringen nichts!

Young bezieht also sehr klar Stellung gegen Diäten - ihr gutes Recht. Nichtsdestotrotz scheint hier ein wenig die Ausgewogenheit in der Argumentation zu fehlen. Jedes ihrer Argumente könnte man auch ins genaue Gegenteil formulieren und gut begründen: Es kommt eben immer darauf an, wie man eine Diät angeht, ob man die für sich richtige wählt und ob man sich auch danach an einige Regeln hält. Aber dafür haben Sie, liebe User, ja fitness.com!


Mary Evans Young verdient im Übrigen nicht schlecht an ihrer Anti-Diät-Kampagne: Ihr Buch “Diet Breaking: Having It All Without Having To Diet“ (Hodder & Stoughton, 1995) wurde auf der Insel zum Bestseller.

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