Je nachdem, welches Fitness-Programm oder Trainingskonzept Sie Ihre Kunden anbieten, sollten zu Ihrem Betreuungsteam kompetente Mitarbeiter (Sportwissenschaftler, Diplom-Fitnesstrainer oder auch Physiotherapeuten) gehören, die die Kunden motivieren können. Guter Service und in diesem Falle gute Betreuung von geschultem und motiviertem Personal sind wichtige Erfolgsfaktoren.
Etliche Hotels arbeiten schon erfolgreich mit externen Personal-Trainern zusammen, die individuell Programme ausarbeiten. Die Ein-Euro-Formel für eine Behandlungsminute, bezogen auf Anwendungen im Spa, kann auch hier auf 60 Minuten Personal Fitness-Training angewendet werden. Der Vorteil des Personal-Trainings ist, dass der Kunde sich intensiver mit seinem Training auseinandersetzt, selbst Know-how aufbaut und somit schneller einen Trainingserfolg verzeichnet. Zudem kann er zu Hause das Erlernte eigenständig umsetzen.
Sinnvoll ist es auch, seinen Kunden individuelle Fitnessprogramme anzubieten – z. B. zur
Rückenkräftigung, Mobilisation oder zur gezielten Gewichtsabnahme. Künftig werden ganzheitliche Fitnessprogramme (mit Auswertung der Trainingsdaten) mit Eingangs- und Healthchecks in guten Wellness-Hotels unverzichtbar sein, um gezielt mit dem Kunden an seiner »aktiven« Gesundheit und dem körperlichen Wohlbefinden zu arbeiten.
Beachten Sie die richtige Größe Für einen Fitness- Bereich sollte mindestens eine Fläche von 40 m2 zur Verfügung stehen, da sonst kein gutes Standardangebot an Geräten (acht bis zehn) mit einem Investitionsvolumen von ca. 20.000 bis 30.000 Euro platziert werden kann. Bei einer Größe ab ca. 100 m2 Gerätefläche mit zehn Cardio- und zehn Kraftgeräten ist der Hotel-Fitness-Bereich konkurrenzfähig zu qualitativ hochwertigen Fitness-Clubs. Hier müssen etwa 70.000 Euro in die Geräte investiert werden. Zusätzlich sollte ein Kursraum von mindestens 50 m2 für verschiedenste Angebote zur Verfügung stehen.
Der Hotelier erreicht einen Return on Invest für den Fitness-Bereich durch das Angebot von speziellen kostenpflichtigen Programmen sowie über den Verkauf von Personal-Trainerstunden und speziellen Health- und Fitness-Packages. Zum Angebot neben dem Gerätetraining können
auch Kurse wie Pilates, Yoga und Tai Chi gehören, die ebenfalls kostenpflichtig für den Hotelgast sind. Diese Angebote müssen auf jeden Fall aktiv vermarktet werden. Das heißt die Kunden sollten schon im Vorfeld ihres Spa-Aufenthaltes gezielt über die aktiven Angebote informiert werden.
Fazit: Wenn Sie erfolgreich einen Fitness-Raum in Ihrem Spa einrichten wollen, informieren Sie sich ausreichend. Mit Sicherheit geben Ihnen die führenden Fitnessgerätehersteller Auskunft über ihre Hotel-Referenzkunden und deren Konzepte. Besuchen Sie einschlägige Fachkongresse und tauschen Sie sich mit Kollegen aus. Bei größeren Projekten sollten Sie einen erfahrenen Experten kontaktieren, der sich nachweislich in der Materie auskennt.
Jörg Hidding übernimmt die Beratung von Unternehmen, die sich neu in der Fitness- und Wellness- Branche positionieren wollen. Er ist Inhaber der Beratungsagentur Aktiv Consult in Roßdorf. Weitere Infos: http://www.aktiv-consult.de
Foto: Mit freundlicher Genehmigung Meridian Spa, Hamburg Alstertal.










