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Warum Nichtraucherschutz so wichtig ist

Aktives und passives Rauchen trifft Frauen härter


Aktives und passives Rauchen trifft Frauen härter

Bewußte Ernährung und Sport hilft:

Mittlerweile raucht in Deutschland ungefähr jede vierte Frau, und in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen fangen bereits mehr Mädchen als Jungen mit dem Rauchen an. Die wenigsten von ihnen wissen, dass Frauen empfindlicher auf die Schadstoffbelastungen durch Rauchen und Passivrauchen reagieren als Männer. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim hin unter Berufung auf einen aktuellen Report mit dem Titel „ Frauen und Rauchen in Deutschland “, den das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg kürzlich vorgestellt hat.

Demzufolge haben Frauen auch größere Probleme, mit dem Rauchen wieder aufzuhören als Männer. „Frauen befürchten oft stärker als Männer, dass der Rauchstopp eine Gewichtszunahme zur Folge hat“, erläutert Dr. Michael Barczok, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) und praktizierender Pneumologe im Lungenzentrum Ulm, wo unter anderem auch Tabakentwöhnungsprogramme angeboten werden. „Zwar muss man nach einem Rauchstopp meist schon damit rechnen, dass man ein paar Kilo zulegen wird. Andererseits lässt sich dem durch eine bewusste Ernährung und Sport auch entgegenwirken.

Oder man lässt eine anfängliche Gewichtszunahme zu und kümmert sich dann - in einem zweiten Schritt – darum, die überzähligen Kilos wieder abzunehmen.“ Dem Bericht zufolge rauchen Frauen offenbar auch aus einer anderen Motivation heraus als Männer. „Daher scheint eine Nikotinersatztherapie, mit der sich die Entzugssymptome abmildern lassen, bei ihnen weniger gut zu wirken als bei Männern“, berichtet Barczok.

„Frauen könnten vielmehr von Therapiemaßnahmen profitieren, die insbesondere Stimmungsschwankungen und Gewichtsprobleme berücksichtigen.“ Eine mögliche Abschreckung vor dem Rauchen könnte für Frauen auch der Fakt darstellen,
dass Rauchen das Auftreten von Menstruationsschmerzen erhöhen kann. „Wie im Bericht zu
lesen ist, steigt die Wahrscheinlichkeit von stärkeren Monatsschmerzen mit der Anzahl der
gerauchten Zigaretten an. Auch der normale Ablauf des Menstruationszyklus wird offenbar durch den Tabakkonsum gestört. So leiden Raucherinnen stärker unter Schwankungen der
Zykluslänge und kommen meist auch früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen“, erklärt Barczok.


Weitere Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens und
Möglichkeiten der Nikotinentwöhnung finden Betroffene und Interessierte im Internet unter
http://www.lungenaerzte-im-netz.de

Foto von Photocase.de

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