Schöner Schein:
In Hotels wurde Wellness als Verbreiterung des Beautyangebotes gesehen. Pools und Jacuzzis wurden ausgeweitet, neue Qualitätsstandards eingeführt. Hammams, verschiedenen Themensaunen, Dampfbad wurden durch Architekten zu Wohlfühloasen konzeptioniert.
Warum ist das so? Warum wurde vielerorts der Trend zur dosierten Bewegung im Sinne von aktiver Wellness "verpennt?"
Eine der Erklärungen könnte sein, dass Wellness und SPA oft in einem Atemzug genannt und im Sprachgebrauch oft komplementär gebraucht werden. Als irreführend erweist sich hier die oft fälschliche volksetymologische Ableitung des Begriffes SPA von „ Sanus per Aqua“ (gesund durch Wasser).
Kein Wunder also, wenn man hier mit Definition und Vision schief lag und die neuen Zielgruppen wie Workoholics oder rüstige Fifthy -Plus nicht ihre Bedürfnisse ausreichend erkannt wussten - und woanders buchten.
In Wirklichkeit leitet sich der Begriff SPA vom belgischen Heilort SPA ab, wo zwar bekanntlich auch das Wasser eine große Rolle spielte und spielt, aber auch viel Bewegung, die richtige Ernährung und der ebenso wesentliche Bezug zur Natur vorhanden ist.
Wie aus den SPA‘s Wellness wurde:
Hierzu wurden die Individualangebote ausgebaut, die Beautybereiche vergrößert, so dass neben klassischer Massage neue oder traditionelle Massagetechniken aus anderen Ländern eingeführt werden wie z.B. Hot Stone-Massagen, Lomi-Lomi oder auch ayurvedische Massagen und Behandlungen. Zudem und als „Vorstufe“ für eine ausgiebige Massage werden Aroma-, Rosenblüten- und Kleopatrabäder angeboten. Auch holistische Techniken und Riten wie Reiki und Meditationen fanden Zuspruch.











